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Zukunft des Gillbachs: Gemeinde setzt auf Zusammenarbeit und tragfähige Lösungen

22.01.2026 | Pressemitteilung

Die Gemeinde Rommerskirchen nimmt die jüngsten Beratungen im Kreistag des Rhein-Kreis Neuss zur historischen Wasserführung des Gillbachs zur Kenntnis. Nach Darstellung der Kreisverwaltung, vorgetragen unter anderem durch den zuständigen Dezernenten Gregor Küpper, sieht der Kreis derzeit keinen Anlass für weitere wissenschaftliche Gutachten. Die ausgewerteten historischen Quellen ließen den Schluss zu, dass der Gillbach in vorindustrieller Zeit insbesondere in Sommermonaten nicht durchgehend wasserführend war.

Bereits im vergangenen Jahr hatte auch der langjährige Kreistagsabgeordnete Rainer Thiel darauf hingewiesen, dass ein stark auf Gutachten fokussierter Antrag politische Erwartungen wecken könne, die sich am Ende nicht erfüllen lassen und vor einem politischen Eigentor gewarnt.

Vor diesem Hintergrund bedauert Bürgermeister Dr. Martin Mertens , dass die politische Diskussion auf Kreisebene nicht zu konkreten Lösungsansätzen geführt hat.

 

Unabhängig von der Diskussion auf Kreisebene verfolgt die Gemeinde Rommerskirchen weiterhin das Ziel, den Gillbach auch künftig als möglichst dauerhaft fließendes Gewässer zu erhalten.
„Der Gillbach ist für Rommerskirchen ein wichtiges landschaftliches, ökologisches und identitätsstiftendes Element. Deshalb werden wir unsere Anstrengungen konsequent fortsetzen“, so Martin Mertens.

Konkret arbeitet die Gemeinde in einer Arbeitsgruppe mit RWE sowie dem Erftverband zusammen. Ziel ist es, verschiedene Optionen zu prüfen, wie auch nach dem Kohleausstieg eine ausreichende Wasserführung unterstützt werden kann. Dabei werden unter anderem Möglichkeiten wie alternative Wassereinleitungen – beispielsweise im Zusammenhang mit künftigen Kraftwerksstrukturen – sowie begleitende Maßnahmen im Rahmen des Ausbaus und der Entwicklung der Auenlandschaft betrachtet.

Klar ist aus Sicht der Gemeinde, dass ein Kohleausstieg – unabhängig davon, ob er 2032 oder 2035 erfolgt – erhebliche Auswirkungen auf den Gillbach haben wird. „Diese Veränderungen sind komplex und lassen sich nicht mit einfachen Antworten lösen“, betont Martin Mertens. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig, fachlich fundiert und gemeinsam zu handeln.“

Die erarbeiteten Ansätze und Zwischenergebnisse sollen nach Mertens‘ Worten im Laufe dieses Jahres weiter zu konkretisiert und öffentlich vorgestellt werden.

Abschließend appelliert der Bürgermeister an den Kreistag:
„Der Gillbach verläuft nicht nur durch Rommerskirchen. Er ist ein Gewässer von regionaler Bedeutung. Deshalb wünsche ich mir, dass sich die Kreistagsabgeordneten aller Fraktionen weiterhin konstruktiv mit der Thematik befassen und gemeinsam mit den betroffenen Kommunen nach tragfähigen Lösungen suchen.“