Winterausstellung im Rommerskirchener Rathaus läuft noch bis 6. Februar
Winterausstellung im Rommerskirchener Rathaus läuft noch bis 6. Februar
Rommerskirchen Ab 5. Januar ist das Rathaus im neuen Jahr wieder geöffnet, bis 6. Februar kann im ersten Stock des Dienstleistungsgebäudes an der Bahnstraße 51 noch die 16. Winterausstellung besichtigt werden.
Rund 40 Werke sind dabei zu entdecken, wobei sich einmal mehr zeigt, welch festen Platz die Kunst im öffentlichen Leben der Gemeinde einnimmt. In seiner Ansprache zur Vernissage erinnerte Vizebürgermeister Harry Marquardt an ein Wort von Pablo Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“
Nicole Musiol, Leiterin des Kulturamtes, hat die Winterausstellung wieder mit großem Engagement und organisatorischer Sorgfalt vorbereitet.
Die Winterausstellung lebt nicht nur von ihrer Kontinuität, sondern vor allem von der Vielfalt der gezeigten Arbeiten. Auch in diesem Jahr spannt sich der Bogen von klassischer Malerei über experimentelle Techniken bis hin zur Fotografie. Eine besondere Aufmerksamkeit zog Sabine Böttcher auf sich, die mit einer völlig neuen Werkserie überraschte. Statt ihrer bekannten „Tomatisierungen“ zeigt sie diesmal Arbeiten, die mit Öl auf Blech gemalt sind. Die ungewöhnliche Materialwahl verleiht den Bildern eine besondere Tiefe und Haptik und zog viele Besucher unmittelbar in ihren Bann.
Ebenfalls regelmäßig vertreten ist Hanni Destabele-Hennesen, die erneut ihre Acrylmalerei präsentierte und damit ihre kontinuierliche künstlerische Handschrift unter Beweis stellte. Einen besonders emotionalen Moment erlebte die Künstlerin Annu Koistinen, die ihren Geburtstag ausgerechnet während der Vernissage feierte. Sichtlich gerührt sagte sie: „Für mich ist das der schönste Ort, um zu feiern.“ Gemeinsam mit Martha Reiter, die mit 89 Jahren die älteste Teilnehmerinder Winterausstellung ist, gehört Koistinen zu deren „Veteraninnen“.
Heike Schröder konnte zwar nicht persönlich anwesend sein, überraschte jedoch mit einer neuen Facette ihres Schaffens.
Ihr Strandbild etwa weckt ebenso wie das gleich daneben zu sehende von Hanni Destabele-Hennesen Sehnsucht nach Meer, Weite und Ruhe – beide setzen einen bewussten Kontrapunkt zu den winterlichen Eindrücken außerhalb des Rathauses. Irmhild Schumann hingegen fängt mit kräftigen Farben und großer Tiefe herbstliche Stimmungen ein und verleiht der Jahreszeit eine fast greifbare Atmosphäre.
Natalia Mans begeistert vor allem durch ihre leuchtende Farbigkeit. Ob Meereslandschaften, Blumen, Stillleben oder Tiere – ihre Werke strahlen Lebensfreude und Dynamik aus. Hanna Marcus zeigt Collagen aus Fundstücken natürlicher und künstlicher Materialien, die zum genauen Hinsehen und Interpretieren einladen. Fotografisch setzt Stefan Zmuda einen besonderen Akzent mit seiner Aufnahme des verhüllten Arc de Triomphe, die Kunstgeschichte und Zeitgeschehen miteinander verbindet. Eine ganz persönliche Herangehensweise zeichnet die Arbeiten von Stephanie Klask aus, während Ulrike Sprenger mit ihrer eigenen Bildsprache die stilistische Bandbreite der Ausstellung erweitert.
Für Bürgermeister Dr. Martin Mertens zeigt die Ausstellung zeigt, „wie viel Talent unsere Gemeinde hat. Es ist mir wichtig, diese Kunst zu unterstützen und sichtbar zu machen gemacht.
In seinem Grußwort griff Mertens auch Gedanken von Pablo Picasso und Paul Klee auf. Während Picasso die reinigende Kraft der Kunst betone, mache Klee deutlich, dass Kunst nicht das Sichtbare abbilde, sondern sichtbar mache. Genau das leiste die Winterausstellung Jahr für Jahr: Sie eröffne neue Perspektiven, lasse Vertrautes neu entdecken und mache Unsichtbares erfahrbar.
Der Eintritt ist frei, die Ausstellung kann während der regulären Rathausöffnungszeiten des Rathauses besucht werden.
Mit Preisen zwischen 100 und 1800 Euro bietet sie zudem Kunst für nahezu jeden Geldbeutel.
