Weiterer Zuwachs für Sozialverband VDK in schwierigen Zeiten
Gut 80 Mitglieder konnte jetzt der Kreistagsabgeordnete Johannes Strauch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des VDK-Ortsverbands Rommerskirchen zum Neujahrstreffen im Ratssaal willkommen heißen. Wie Strauch deutlich machte, ist die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr von 350 auf zuletzt 377 angestiegen.
Ungeachtet der numerisch zunächst einmal positiven Entwicklung verweist dies jedoch auf wirtschafts- und sozialpolitisch deutlich schwierigere Zeiten, wie Strauch und Wilfried Breuer, Kreisvorsitzender des Sozialverbands VDK, betonten. Nach Breuers Worten ist die aktuelle Situation durch „soziale Einschnitte“ und eine vielfach „ablehnende“ Haltung der Leistungsträger gelkennzeichnet. Bei Pflegegradeinstufungen etwa gebe es seitens der Krankenkassen derzeit „fast nur Ablehnung“, sagte Wilfried Breuer, dem zufolge „die Arbeit für den VDK „viel schwerer“ werde.
Was auch auf lokaler Ebene festzustellen ist: So verwies Johannes Strauch auf wegfallende Zuschüsse in nicht unbeträchtlicher Höhe, wobei hinzukomme, dass auch Nutzungsentgelte zum Teil verdoppelt worden seien.
Nach einem sechsprozentigen Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr sind derzeit rund 9400 Menschen Mitglied im VDK-Kreisverband: Wilfried Breuer hält es für durchaus möglich, dass 2026 sogar die 10.000-er Marke erreicht werden könnte.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens würdigte die Arbeit des Sozialverbands VDK, dessen Ethos das Engagement für Schwächere sei. „Ich finde es toll, dass zu dem Treffen heute mehr Leute gekommen sind als sich angemeldet haben“, so Mertens, der regelmäßig beim VDK zu Gast ist und auch den Ratssaal gern für dessen Treffen zur Verfügung stellt.
Wolfgang Kaisers, VDK-Chef in Jüchen, war mit einem Angebot auch für Rommerskirchener Mitglieder vor Ort. Zu einer Tagestour nach Ahrweiler, die am 13. Juni auf dem Programm steht, könnten auch diese sich anmelden, freilich unter dem Vorbehalt, dass der Bus nicht komplett mit Jüchener Mitgliedern besetzt sein sollte.
