Unternehmerforum war erstmals beim Wissenschaftlichen Geflügelhof in Sinsteden zu Gast
Seit gut 20 Jahren gibt es inzwischen das Unternehmerforum der Gemeinde, nur wenig ist der 2004 eröffnete Wissenschaftliche Geflügelhof in Sinsteden, der in Regie des 1881 gegründeten Bunds Deutscher Rassegeflügelzüchter betrieben wird. Bei der 26. Auflage des von der Wirtschaftsförderung um Ina Kotzerke, Karolin Gathen und Florian Plück organisierten Treffens galt es daher, eine Premiere zu feiern. Zu der fanden sich auch in Sinsteden zahlreiche Unternehmer(innen) ein, die sich u.a. bei dem Rundgang über das weitläufige Gelände über die Arbeit vor Ort informieren konnten.
Florian Plück berichtete von laufenden Projekten des Wirtschaftsbüros und sprach dabei auch die Frage von Fördermöglichkeiten für Unternehmen an. Ein Thema, das Tim Weyermann, Inhaber der in Bergheim ansässigen und bundesweit tätigen Coaching-Agentur HITS Training, anschließend weiter vertiefte.
Weyermann präsentierte die auf mittelständische Betriebe zugeschnittene Methode des Inqua Coaching (Initiative Neue Qualität der Arbeit), die er auch anhand von praktischen Fallbeispielen darstellte. Wichtige „Eckpfeiler“ sind die Digitalisierung ebenso wie die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte, bzw. deren Weiterbildung.
Gastgeberin Ute Hudler, Präsidentin des Bunds Deutscher Rassegeflügelzüchter, berichtete über die aktuelle Lage beim dem Geflügelhof, auf dem derzeit keine wissenschaftlichen Projekte betrieben werden können. Als Gründe nannte sie zunehmend restriktivere Regelungen, auch auf EU-Ebene, aber auch die Personalkosten, die diese Arbeit derzeit faktisch unmöglich machen.
Was die Haltung von Geflügel angeht, geht es nicht zuletzt darum, zu versuchen, vom Aussterben bedrohte Geflügelrassen durch die weitere Zucht in Sinsteden vor dem Aussterben zu bewahren.
„Es war auch diesmal ein Unternehmerforum mit vielen interessanten Gespräch an einem bisher ungewohnten Ort. Ich danke Frau Hudler und ihren Mitarbeitern sowie dem Team unserer Wirtschaftsförderung“, lautete nach gut zwei Stunden das Fazit von Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
