„Top-Spielgerät für die „Kleinen Strolche“: Martin Mertens und „Tant‘ Margret“
Hoeningen. Martin Mertens kann sich noch gut an seine Zeit im damaligen Hoeningener Kindergarten erinnern: Mitten im Hof gab es zwei große Sandkästen. Die Rutsche-Wagen warteten im muffigen Schuppen. Mittags brachte ihn dann ein blauer VW-Bulli nach Hause. Und direkt am Tor saß Tag für Tag „Tant‘ Margret“, die den Mädchen beim Drehen des Springseils half. Und die lautstark fröhliche Lieder sang: „Ja, ja, ja – unser Fest heut‘ wird schön …!“
Inzwischen ist er Bürgermeister am Gillbach, der Kindergarten ist zu einer modernen KiTa mit 50 Kids in drei Gruppen geworden und „Tant‘ Margrets“ Tochter arbeitet in der Kindes-Tagesstätte in Frixheim.
In dieser Woche besuchte Dr. Martin Mertens die liebevoll gepflegte und modern weiterentwickelte Einrichtung direkt gegenüber der massiv-beeindruckenden „St. Stephanus“-Kirche. Anlass war ein neues Spiel- und Klettergerät, auf das sich die Kinder schon freuten.
Die kannten den Mann aus dem Rathaus gut: „Guten Tag, Herr Bürgermeister“ schallte ihm aus jungen Mündern entgegen. Und einer wusste ganz genau Bescheid: „Du hast Dein Büro über der Pommes-Bude“, merkte er mit wissendem Blick an.
Das imposante Kletter-Gebilde in „Eiche, natur“ bietet drei Spieltürme (einmal mit Pyramidendach, schräger Zugangsrampe, schrägem Kletternetz und Rutschbahn, einmal mit Pyramidendach, Stufenleiter, schrägem Steigstamm und Wackelsteg sowie einmal mit Giebeldach, Sandaufzug und Kletterwand). Außerdem gibt es eine Hängebrücke, die drei Meter lang ist. Im unteren Bereich kommen noch ein runder Sandspieltisch, eine Sandrinne, ein Anbauspielpodest, eine Kriechröhre und eine Optikscheibe hinzu. So viel Kinderstrahlen hat natürlich auch seinen Preis: Die Gillbach-Gemeinde investiert knapp 73.000 Euro in diesen Projekt.
Während die Jungen und Mädchen es eilig hatten, im Anschluss an den offiziellen Fototermin das Gerät auch in Beschlag zu nehmen, legte Einrichtungsleiterin Tanja Spicks Wert auf die Feststellung, dass Groß und Klein sich sehr über die in diesem Sommer angebrachten Klimageräte gefreut hätten. Wortreich war ihr Dank.
Doch zurück zu „Tant‘ Margret“: „Eigentlich müsste man die gute Frau mit einer eigenen Skulptur ehren. Mehr als 90 Prozent der heutigen Eltern kennen und lieben sie“, waren Bürgermeister und Einrichtungspersonal sich einig. Sponsoren und Künstler brauchen sich nur zu melden …
