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Strukturwandelmanager Florian Plück Die Liebe zum Gillbach schon als Bub gefunden

Rommerskirchen. Der Gillbach, so betont Florian Plück mit Inbrunst, sei für ihn eine echte Herzensangelegenheit: Schon als kleiner Bub habe er an den Ufern des Heimat prägendes Baches gespielt. Der Gillbach habe sich so fest in sein Herz gebrannt. Deshalb sei es ihm heute wichtig, den Bach als das für Rommerskirchen Identität schaffende Element zu bewahren.

Da trifft es sich gut, dass Florian Plück seit 2023 als Strukturwandelmanager bei der Gemeinde tätig ist. Später wurde er dann auch Leiter des Wirtschaftsbüros, das die Bereiche Wirtschaftsförderung, Strukturwandel und Öffentlichkeitsarbeit zusammenfasst. „Im Grunde genommen geht es in allen drei Bereichen um die geschickte Umsetzung und Begleitung des Strukturwandels“, so der 32-Jährige, der in seiner Freizeit im Schützenwesen („Schill´sche Offiziere“), bei der Feuerwehr und als Hundesportler unterwegs ist.

In Sachen Strukturwandel kennt sich Plück übrigens so gut aus, dass er schon mehrere Vorträge zu diesem Thema gehalten hat, zum Beispiel vor Geografie-Studenten der Kölner Universität.

Doch zurück zum Gillbach: Den möchte er nicht nur erhalten, sondern auch besser erlebbar machen – gerade auch für Kinder. Der „Erzählpfad“ sei da nur ein erster Schritt, erzählt der Strukturwandelmanager der Gemeinde. Vielmehr seien er und sein Team dabei, an einem Tourismus-Konzept zu arbeiten, das aktuell unter dem Stichwort „Rhein ins Revier“ in Vorbereitung sei. Und das in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss.

So könnte zum Beispiel die Rheinwasser-Transportleitung, über die im Nachgang zum Braunkohle-Tagebau die beiden Restseen befüllt werden sollen, von einem Radwegenetz begleitet werden, das zugleich zu Informationspunkten führt, an denen die Rheinwasserleitung selbst, die Auswirkungen des Strukturwandels, aber auch der Gillbach und sein naturnaher Umbau thematisiert werden. „Das Konzept wird gerade entwickelt“, betont Florian Plück engagiert.

Zweites Herzensprojekt ist dann natürlich die „Starterfläche“ vor dem Neurather Kraftwerk, wo es Plücks oberstes Ziel ist, „attraktive Arbeitsplätze“ anzusiedeln. Neben dem modernen Gaskraftwerk mit Zukunftspotential, das für dort in Rede steht, gibt es bekanntermaßen genügend Anfragen in Richtung KI/„Hyper Scaler“/Rechenzentrum. Nur das mit der Stromversorgung ist bekanntermaßen noch ein immenses Problem (wir berichteten mehrfach).

Natürlich sind Plücks Aufgaben weitgestreut: Aufgaben wie Fördermittelakquise, Vernetzung im „Rheinischen Revier“ mit allen Kommunen, Fachkräfteförderung, Betreuung „Fair Trade Town“-Zertifizierung und die Sichtbarmachung des Strukturwandels gehören unter anderem dazu.

Mit im Portfolio auch die Machbarkeitsstudie „MedCampus“ mit angeschlossener wohnortnaher Notfallversorgung, das Personaler-Frühstück, der Regio-Strommarkt (Koordinierungstelle zwischen „Bayernwerke“, „Westenergie“ und Gemeinde) sowie Unternehmerforum und Besuch bei den örtlichen Unternehmen. „Denn die sind natürlich auch in ganz besonderem Maße vom Strukturwandel betroffen“, macht Florian Plück sehr deutlich.