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Schützen ziehen positive Saison-Bilanz

In diesem Jahr hat die Schützenfest-Saison wohl erstmals überhaupt bis in den Oktober angedauert: Grund war das am ersten Oktober-Wochenende in großem Stil gefeierte 725-Jahr-Jubiläum der St. Sebastianus-Bruderschaften Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel. Toni Jordans, Brudermeister in Nettesheim-Butzheim, der mit seinen Kollegen Markus Piepenburg (Frixheim) und Holger Hambloch (Anstel) sowie den jeweiligen Vorständen das Jubiläum in den vergangenen beiden Jahren vorbereitet hatte,
zeigte sich höchst zufrieden mit dem Verlauf der Feierlichkeiten, die den Bruderschaften u.a den rekordverdächtigen Besuch von 1100 Gästen beim Auftakt mit „Mr. President“ und vielen Hits aus den 90-er Jahren beschert hatte. Auch die übrigen Veranstaltungen des drei Tage währenden Jubiläumsfest waren gut besucht. „Eine bleibende Erinnerung“ wird nach Jordans‘ Worten die hochwertige Festschrift zum Jubiläum, die Johannes Fünger, Peter Kirschbaum, Günter Neukirchen, Matthias Schlömer, Hubert Wißdorf, Robert Zündorf sowie Frank und Karin Fühser, Andreas Heinrichs und Wilhelm Hahn innerhalb der vergangenen anderthalb Jahre erstellt haben. Die Chronik ist weiterhin erhältlich, so lange der Vorrat reicht, so Toni Jordans.

Für die Schützen aus Nettesheim-Butzheim und Anstel ist die Jubiläumsfeier angesichts der erst im September gefeierten „regulären“ Schützenfeste natürlich ein ungewohnter Aufwand gewesen, die Resonanz beim Publikum sowie der reibungslose Ablauf haben sie hierfür jedoch hinreichend entschädigt.

Was das Schützenfest in Nettesheim-Butzheim vor einem Monat angeht, zeigt sich Toni Jordans gleichfalls zufrieden. Kleinere Änderungen hätten sich bewährt, auch, dass es erstmals keinen Autoscooter auf dem Festplatz an der verlängerten Wyckgasse gab, habe dem Zuspruch keinen Abbruch getan.

Unter den Jubiläumsgästen in Frixheim war auch Lothar Gross, Brudermeister der St. Sebastianus-Schützen aus Oekoven, Deelen und Ückinghoven, die 2025 ihr 100-Jahr-Jubiläum gefeiert hatten. Auch wenn es bei der „Hitzeschlacht“ Ende Juni weniger Besucher gegeben habe als üblich, fällt seine Bilanz angesichts der wie immer guten Stimmung beim Schützenfest positiv aus. Dies gilt nicht zuletzt auch angesichts der Tatsache, dass die stets wichtige Frage, wer im kommenden Jahr das Königsamt übernehmen werde, auch diesmal erfolgreich geklärt werden konnte.

Was gleichermaßen natürlich auch für die drei Jubiläums-Bruderschaften gilt, die diesmal gemeinsam für das Finale der Schützenfest-Saison sorgten.

Matthias Schlömer, Ehrenpräsident der Frixheimer Bruderschaft und seit vielen Jahren Leiter der Präsidentenrunde der Rommerskirchener Schützenvereine und -bruderschaften, zieht ein gleichfalls positives Saison-Fazit: „Die Stimmung war überall gut – die Leute sind froh über Abwechslung vom Alltag.“

Zugleich weist Schlömer auf die veränderten Rahmenbedingungen hin, unter denen die Vereine inzwischen arbeiteten. Was etwa die Gewinnung von Schaustellern oder Zeltverleihern angeht, „ist die Organisation für viele inzwischen ein Kraftakt“, sagt Matthias Schlömer, dem das Metier aus seiner mehr als 30-jährigen Zeit als Frixheimer Brudermeister vertraut ist. Um die Zukunft des Schützenwesens ist Matthias Schlömer nicht bange: „Man schaut nach vorn und findet gegebenenfalls neue Lösungen – das ist auch gut so.“