Rommerskirchen als strategischer Schienen- und Logistikstandort im Rheinischen Revier stärken
Die Gemeinde Rommerskirchen sieht sich im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier in einer strategisch bedeutenden Rolle für die Zukunft von Verkehr, Logistik und moderner Infrastruktur.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens betont dabei die herausragende Bedeutung der Bahnstrecken in der Region, des RWE-Werksbahnnetzes sowie der internationalen Güterverkehrsachsen zu den sogenannten ZARA-Häfen – den großen Nordseehäfen Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam.
„Schienenverkehr ist für unsere Region ein zentrales Zukunftsthema – sowohl im Personennahverkehr als auch im Güterverkehr. Rommerskirchen liegt hier an einem entscheidenden Knotenpunkt“, sagt Martin Mertens.
Die Gemeinde verfügt mit ihrem Bahnhof an der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Köln und Mönchengladbach sowie mit der Nähe zum RWE-Werksbahnnetz über erhebliche infrastrukturelle Potenziale. Mertens lässt keinen Zweifel daran: „Gerade im Zuge des Strukturwandels muss die Region diese Chancen konsequent nutzen.“
Auf unterschiedlichen politischen Ebenen engagiert sich der Bürgermeister dafür, die Schieneninfrastruktur nachhaltig zu stärken. Dazu gehören insbesondere bessere Verbindungen im Schienenpersonennahverkehr nach Köln und Düsseldorf, aber auch die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Güterverkehrsinfrastruktur.
Besondere Bedeutung misst Mertens dem RWE-Werksbahnnetz bei. Das rund 300 Kilometer umfassende Netz zwischen Köln, Aachen und Düsseldorf wird aktuell hinsichtlich einer Nachnutzung für öffentlichen Schienen- und Güterverkehr geprüft. Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur nach dem Ende der Braunkohleverstromung als leistungsfähige Verkehrsader für das Rheinische Revier zu erhalten.
„Gerade die bestehende Anbindung im Bereich Rommerskirchen eröffnet enorme Perspektiven für Logistik, Industrieansiedlungen und klimafreundlichen Gütertransport. Das ist ein echter Standortvorteil für unsere Gemeinde und die gesamte Region“, so Martin Mertens weiter.
Nach aktuellen Untersuchungen der Industrie- und Handelskammern im Rheinland spielen die ZARA-Häfen für Nordrhein-Westfalen eine herausragende Rolle: Rund 82 Prozent der Seehafenhinterlandverkehre in NRW werden über diese Häfen abgewickelt. Das Rheinland gilt dabei als eine der wichtigsten europäischen Drehscheiben für Warenverkehr und Logistik.
Die Studien zeigen zugleich deutlich, dass die bestehenden Schienenkapazitäten künftig nicht mehr ausreichen werden, um das prognostizierte Wachstum im Güter- und Personenverkehr zu bewältigen. Deshalb fordert der Rommerskirchener Bürgermeister gemeinsam mit vielen regionalen Akteuren weitere Investitionen in die Schieneninfrastruktur.
„Wenn wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und industrielle Perspektiven im Rheinischen Revier sichern wollen, müssen wir jetzt in moderne Verkehrs- und Logistiknetze investieren. Die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene ist dabei auch ein wichtiger Beitrag für Klima- und Umweltschutz“, sagt der Rathauschef.
In diesem Zusammenhang sieht er auch große Chancen für den Bereich Kraftpark Rommerskirchen-Neurath. Die dortigen Entwicklungen im Umfeld des ehemaligen Braunkohlestandortes könnten zukünftig neue Gewerbe- und Industrieflächen mit exzellenter Schienenanbindung ermöglichen.
„Der Strukturwandel gelingt nur mit wirtschaftlicher Dynamik, modernen Gewerbeflächen und leistungsfähiger Infrastruktur. Rommerskirchen kann hierbei ein wichtiger Motor im Rheinischen Revier werden“, betont Martin Mertens.
Die Gemeinde werde sich deshalb weiterhin aktiv in regionale, landesweite und wirtschaftliche Gespräche zur Zukunft der Schieneninfrastruktur, des Güterverkehrs sowie der logistischen Entwicklung im Rheinischen Revier einbringen.
