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Martin Mertens begrüßt Zukunftsgespräche zur Gesundheitsversorgung: „Krankenhaus, Notfallmedizin und Strukturwandel gemeinsam denken“

11.06.2026 | Pressemitteilung

Bürgermeister Dr. Martin Mertens begrüßt die aktuell bekannt gewordenen Gespräche zwischen dem Rheinland Klinikum und der St. Augustinus Gruppe über mögliche Formen einer Zusammenarbeit ausdrücklich. Die angekündigte Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten sei ein wichtiges Signal für die Zukunft der medizinischen Versorgung im Rhein-Kreis Neuss.
Für Mertens knüpfen die Gespräche unmittelbar an eine Debatte an, die die Region seit Jahren beschäftigt. Gemeinsam mit seinen Bürgermeisterkollegen Klaus Krützen aus Grevenbroich und Sascha Solbach aus Bedburg gehörte er zu den deutlichsten Kritikern der Schließung der Notaufnahme am Krankenhaus Grevenbroich. Immer wieder hatte er darauf hingewiesen, dass die notfallmedizinische Versorgung im südlichen Rhein-Kreis Neuss dauerhaft gesichert werden müsse.

„Die Frage einer guten Krankenhaus- und Notfallversorgung beschäftigt die Menschen in unserer Region unverändert. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass die Krankenhausträger jetzt über langfristige Perspektiven und neue Formen der Zusammenarbeit nachdenken. Diese Gespräche eröffnen die Chance, die Gesundheitsversorgung insgesamt neu und zukunftsorientiert zu betrachten“, sagt der Rommerskirchener Rathauschef.
Mertens betont, dass es dabei nicht um die Rückkehr zu früheren Strukturen um jeden Preis gehe, sondern um die Entwicklung tragfähiger Lösungen für die kommenden Jahrzehnte.
„Entscheidend ist, dass die Menschen im südlichen Rhein-Kreis Neuss und im nördlichen Rhein-Erft-Kreis dauerhaft Zugang zu einer leistungsfähigen medizinischen und notfallmedizinischen Versorgung haben. Wie diese Versorgung künftig organisiert wird, sollte ergebnisoffen geprüft werden. Die aktuelle Diskussion zeigt jedenfalls, dass das Thema Krankenhaus die Region auch in Zukunft beschäftigen wird“, bekräftigt Mertens seine seit Jahren vertretene Position.

Vor diesem Hintergrund regt der Bürgermeister an, die bereits in der Vergangenheit diskutierte Idee einer regionalen Machbarkeitsstudie erneut aufzugreifen. Ziel müsse es sein, gemeinsam mit dem Rhein-Kreis Neuss, den betroffenen Kommunen, den Krankenhausträgern, Hochschulen und weiteren Partnern verschiedene Zukunftsszenarien für die Gesundheitsversorgung der Region zu untersuchen.

„Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig eine langfristige strategische Betrachtung ist. Eine Machbarkeitsstudie schafft die notwendige Grundlage, um Chancen, Bedarfe und Perspektiven wissenschaftlich fundiert zu bewerten“, bekräftigt er seinen seit Jahren vertretenen Standpunkt.
Dabei sollte nach Auffassung von Mertens indes nicht allein die klassische Krankenhausplanung betrachtet werden: „Wir können die Frage der Gesundheitsversorgung nicht isoliert betrachten. Es geht nicht allein um die Zukunft einzelner Krankenhausstandorte, sondern auch um die Frage, welche Rolle unsere Region künftig im Bereich Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik und medizinischer Forschung einnehmen kann“, sagt er.
Die Gemeinde Rommerskirchen arbeite gemeinsam mit regionalen Partnern seit Jahren an Projekten des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Vor diesem Hintergrund sieht Mertens „die Chance, die Diskussion um die Gesundheitsversorgung mit den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungsperspektiven der Region zu verknüpfen“.

„Das Rheinische Revier steht vor der Aufgabe, neue Zukunftsbranchen zu entwickeln und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Gesundheitswirtschaft und die Medizintechnik gehören bundesweit zu den wichtigsten Wachstumsfeldern der kommenden Jahrzehnte“, so der Bürgermeister.

Deshalb sei zu prüfen, „ob sich im südlichen Rhein-Kreis Neuss beziehungsweise im nördlichen Rhein-Erft-Kreis ein Gesundheits- und Innovationsstandort entwickeln lässt, der Versorgung, Forschung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet.“

Die aktuelle Diskussion bietet nach Mertens‘ Worten „die Chance, gesundheitliche Infrastruktur nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Versorgungssicherheit zu betrachten, sondern zugleich als möglichen Impuls für Innovation, Qualifizierung, Fachkräftegewinnung und wirtschaftliche Entwicklung in der Region“.

Nach seiner Auffassung wäre es denkbar, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auch die Entwicklung eines Forschungs- und Innovationszentrums für Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft zu untersuchen: „Ein solcher Standort könnte mit ambulanten, notfallmedizinischen und spezialisierten medizinischen Versorgungsangeboten verknüpft werden“, betont Mertens.
Dieser Ansatz würde ihm zufolge mehrere Herausforderungen gleichzeitig adressieren: „Wir könnten die Gesundheitsversorgung stärken, neue hochwertige Arbeitsplätze schaffen, innovative Unternehmen anziehen und gleichzeitig die Ziele des Strukturwandels im Rheinischen Revier unterstützen“, sagt Martin Mertens.

„Gerade Projekte, die Versorgung, Forschung, Wissenstransfer und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbinden, können einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation in der Region leisten“, ist der Rathauschef überzeugt.

Insbesondere die Lage zwischen den Ballungsräumen Köln, Düsseldorf und Aachen sowie die Nähe zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen biete hierfür gute Voraussetzungen.
„Dies ist keine Vision auf dem Reißbrett, sondern eine realistische Entwicklungsperspektive“, betont Mertens.

Für ihn steht außer Frage: „Unsere Region verfügt über hervorragende Potenziale. Wenn es gelingt, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheitsversorgung und Strukturwandel intelligent miteinander zu verknüpfen, kann daraus ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über die Region hinaus entstehen.“

Zugleich könne ein solcher Ansatz zeigen, wie Strukturwandel konkret dazu beitragen kann, die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit einer ganzen Region zu stärken.

„Hier sind wir uns sicher, dass die beteiligten Kreise und Städte gemeinsam an einem Strang ziehen und das Vorhaben unterstützen“, so der Bürgermeister.

Martin Mertens appelliert an alle Beteiligten, die aktuellen Gespräche als Chance zu begreifen.
„Die Menschen erwarten zu Recht Antworten auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Die jetzt begonnenen Gespräche bieten die Möglichkeit, Gesundheitsversorgung, Innovation und Strukturwandel gemeinsam zu denken. Diese Chance sollten wir nutzen – offen, konstruktiv und mit dem Mut, neue Wege zu gehen.“