Logo und Motto der Gemeinde Rommerskirchen

Langjährige Vizebürgermeisterin Erika Lemke mit 94 Jahren verstorben

19.02.2026 | Pressemitteilung

Im Alter von 94 Jahren ist jetzt die frühere Vizebürgermeisterin Erika Lemke verstorben. In der bis ins späte 20.Jahrhundert als ausgesprochene Männerdomäne geltenden Kommunalpolitik leistete Erika Lemke Pionierarbeit für alle politisch interessierten Frauen, war sie doch die erste Frau überhaupt, die in Rommerskirchen ein führendes politisches Amt bekleidete: Mochten die Bürgermeister Heinz Faller, Peter Emunds oder Josef Wolter (alle CDU) heißen, von 1983 bis 1999 war die Sozialdemokratin Erika Lemke ihre Stellvertreterin. Womit sie zugleich einen bis heute nicht gebrochenen Rekord aufstellte, denn so lange hatte dieses Amt bis dato noch niemand inne.
Die gebürtige Bremerin lernte in ihrer Heimatstadt ihren bereits verstorbenen Mann Klaus kennen, mit dem sie mehr als 60 Jahre verheiratet war. Sie hinterlässt zwei Töchter und zwei Söhne sowie zahlreiche Enkel.

Seit 1954 im Rheinland lebend – zunächst in Neurath und in Kleinenbroich – , wohnten die Lemkes seit 1969 an der Vanikumer Moselstraße.

Erika Lemke gehörte 20 Jahre lang dem Gemeinderat an. Im Presbyterium der evangelischen Gemeinde engagierte sie sich 23 Jahre lang. Auch im Karnevalsgeschehen mischte sie kräftig mit: Über zehn Jahre zählte sie zum Elferrat der „Rut-Wieß“- Frauensitzung, dem Highlight der „fünften Jahreszeit“ schlechthin.

Auch nach ihrem Ausscheiden aus Ämtern war sie noch lange im Seniorenklub der evangelischen Gemeinde aktiv. 2007 meldete sie sich letztmals in einer öffentlichen Angelegenheit zu Wort, als es um die Einführung eines Kirchgelds zwecks Erhalt der Eigenständigkeit der Rommerskirchener Protestanten ging: „Die Kirche ist unsere Heimat und man würde uns diese Heimat nehmen“, ließ Erika Lemke keinen Zweifel daran, dass sie diese freiwillige Abgabe befürwortete.

„Erika Lemke hat sich stets vorbildlich für unsere Gemeinde engagiert und dabei das Wohl aller Menschen in Rommerskirchen in den Mittelpunkt ihrer gesellschaftlichen und politischen Arbeit gestellt. Die Gemeinde wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Den Hinterbliebenen gilt mein herzliches Beileid“, sagt Bürgermeister Dr. Martin Mertens.