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Kraftpark Rommerskirchen wird Schlüsselstandort für KI, Data Center, moderne Industrie und Strukturwandel im Rheinischen Revier

19.05.2026 | Pressemitteilung

Der „Kraftpark Rommerskirchen“ am Kraftwerksstandort Neurath entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Zukunftsprojekte des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bürgermeister Dr. Martin Mertens sieht insbesondere in der sogenannten Starterfläche auf Rommerskirchener Gemeindegebiet enorme Chancen für die Ansiedlung innovativer Industrie- und Technologieunternehmen.

Mit dem nun geschaffenen Baurecht für den Bebauungsplan RO 55 „Kraftpark Rommerskirchen“ hat der Gemeinderat einen entscheidenden Meilenstein erreicht.
Die Starterfläche umfasst – je nach Entwicklungsabschnitt – rund 28 bis 30 Hektar auf Rommerskirchener Gebiet und ist Teil eines insgesamt rund 180 Hektar großen Entwicklungsraums am Kraftwerksstandort Neurath. Die Flächen gehören zu den wichtigsten industriellen Zukunftsflächen des Rheinischen Reviers.

„Wir haben hier eine einmalige Chance, den Strukturwandel aktiv zu gestalten und hochwertige Arbeitsplätze der Zukunft in unserer Region anzusiedeln“, sagt Martin Mertens. „Der Kraftpark Rommerskirchen kann ein zentraler Standort für künstliche Intelligenz, moderne Data-Center-Strukturen, digitale Medien- und Internetwirtschaft sowie innovative Produktions- und Logistikunternehmen werden.“

Besonders hervor hebt Mertens die außergewöhnliche Infrastruktur des Standorts. Durch die direkte Anbindung an das bestehende Höchstspannungsnetz, das RWE-Werksbahnnetz und die überregionalen Verkehrsachsen verfüge die Fläche über Standortvorteile, die in Deutschland nur selten zu finden seien.
„Gerade für Hyperscaler, KI-Anwendungen, große Rechenzentren und datenintensive Unternehmen ist eine leistungsfähige Energie- und Netzinfrastruktur entscheidend. Gleichzeitig bietet der Standort hervorragende Perspektiven für hypermoderne Logistik- und Produktionsunternehmen“, so der Rathauschef weiter.

Martin Mertens verweist dabei insbesondere auf die entstehende Schienenanbindung und die Lage entlang der europäischen Güterachsen. Die Anbindung an die Gütertransversale von Antwerpen über Köln bis nach Süddeutschland eröffne erhebliche wirtschaftliche Potenziale für industrielle Wertschöpfung und moderne Logistiknetzwerke.

„Wer internationale Industrieansiedlungen nach Nordrhein-Westfalen holen will, braucht leistungsfähige Standorte mit Energie, Schiene und Fläche. Genau das kann Rommerskirchen hier bieten“, betont er.
Zugleich macht Mertens deutlich, dass die Entwicklung des Standorts auch industriepolitisch von herausragender Bedeutung sei. Der Kraftpark könne ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Neuaufstellung des Rheinischen Reviers nach dem Kohleausstieg werden.
Kritisch sieht er derzeit allerdings die Situation bei der Stromversorgung großer Industrieprojekte. Hintergrund seien Engpässe in der Bundesnetzplanung sowie die stark steigenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur durch den massiven Ausbau der Windenergie.

„Die Energieversorgung für Großprojekte bleibt aktuell eine Herausforderung. Der enorme Ausbau der erneuerbaren Energien führt bundesweit zu hohen Belastungen der Netze. Deshalb brauchen wir jetzt Tempo bei Netzausbau, Transformatoren, Umspannwerken und Genehmigungen“, sagt Mertens.
Trotzdem zeigt sich der Bürgermeister optimistisch:

„Wenn wir jetzt gemeinsam auf kommunaler, Landes- und Bundesebene Druck machen, können wir hier einen echten Meilenstein des Strukturwandels schaffen. Der Kraftpark Rommerskirchen kann ein Symbol dafür werden, wie aus dem Ende der Braunkohle neue industrielle Stärke entsteht.“

Die Gemeinde Rommerskirchen werde deshalb weiterhin gemeinsam mit Partnern aus Land, Region, Wirtschaft und Wissenschaft intensiv an der Entwicklung des Standorts arbeiten.
Für den Bürgermeister jedenfalls gilt die Devise: „Wir sind nicht Zuschauer des Strukturwandels – wir gestalten ihn“.