„Heimat für alle“: Vorschlagsliste für den Heimatpreis schließt nächste Woche
Die Liste der bisherigen Preisträger ist bunt: „Frauen-Frühstück-Fragen“, der Senioren-Club Anstel, der Bürger-Verein Rommerskirchen mit seiner Jugendarbeit, die Dorfgemeinschaft Villau für Instandsetzung und Pflege des örtlichen Kapellchens, das Erntedankfest der evangelischen Kirchengemeinde – sie alle (und noch einige mehr) konnten sich in der Vergangenheit bereits über den Heimatpreis der Gillbach-Gemeinde freuen.
Jetzt ist es wieder so weit: Noch bis zum 25. Oktober können Vorschläge für den Heimatpreis eingereicht werden. Die Preisvergabe erfolgt dann am 26. November vor der Ratssitzung. Bis dahin wird die Jury (bestehend aus Bürgermeister Dr. Martin Mertens, Landtags-Abgeordnete Heike Troles sowie den beiden stellvertretenden Bürgermeistern Bianca Ulanio-Mischtal und Harry Marquardt) nach einem bewährten Punktesystem über die Bewerbungen entscheiden.
Immerhin können sich die Preisträger über viel Geld freuen: Der erste Platz ist mit 2.500 Euro dotiert. Für die zweiten Platz gibt es 1.500 Euro und der Dritte kann sich über 1.000 freuen. Nicole Musiol, die im Rathaus für die Abwicklung des Heimatpreises verantwortlich zeichnet, verweist in diesem Zusammenhang auf die Bandbreite, die bei den Vorschlägen möglich ist: Geschichtliches, Kulturelles, Engagement im sozialen Bereich, Interkulturelles, Sportliches, Brauchtum- oder Heimatpflege – wer sich allein, in der Gruppe, im Verein oder als Institution einbringt, kann beim Heimatpreis ins Rennen geschickt werden.
Dabei ist der Sprung auf die Vorschlagsliste denkbar einfach: Formlos, aber schriftlich können Vorschläge, aber auch Eigenbewerbungen bis zum 25. Oktober per Post im Rathaus Rommerskirchen, Fachbereich Ehrenamt, Bahnstraße 51, 41569 Rommerskirchen oder per E-Mail an nicole.musiol@rommerskirchen.de eingereicht werden. Es gilt das Datum der Mail oder des Poststempels.
Wichtig ist dabei natürlich die Begründung, die nicht länger als vier DIN A4-Seiten sein sollte, so der Hinweis von Musiol. Und sie fügt an: „Da der Heimat-Preis eine Wertschätzung für geleistete Arbeit ist, sollen die Projekte oder Aktionen bereits laufen beziehungsweise nicht vor dem Vorjahr abgeschlossen worden sein. Mit zukünftigen Projekten kann man sich nicht bewerben, da diese noch keine Wirkung entfaltet haben.“
Der Heimat-Preis wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Das ehrenamtliche Engagement vor Ort und nachahmenswerte Praxisbeispiele im Bereich der Gestaltung von Heimat sollen gewürdigt und hervorgehoben werden. Neben der Wertschätzung für die geleistete Arbeit verbindet sich damit auch die Chance, die Projekte und Initiativen zum Thema Heimat vor Ort zu stärken und neue Interessierte zu begeistern und zu ermutigen. So soll ein Anstoß gegeben werden, Heimat zu bewahren und gleichzeitig für die Zukunft zu gestalten.
„Heimat wird als ,Heimat für alle‘ verstanden, denn die Zukunft der Gemeinde Rommerskirchen hängt entscheidend davon ab, ob sich die Menschen in unserer Gemeindegesellschaft aufgehoben und zugehörig fühlen. Das gilt ebenso für langjährige Bürger wie für Migranten und andere Neubürger“, macht Bürgermeister Dr. Martin Mertens abschließend mit Nachdruck deutlich.
