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Haupt- und Finanzausschuss setzt Zeichen für Versorgungssicherheit und Strukturwandel

06.07.2026 | Pressemitteilung

Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg für eine umfassende Beratung zur Zukunft der Energieversorgung im Rheinischen Revier freigemacht.

Auf Grundlage eines Antrags der SPD-Fraktion beschloss der Ausschuss, Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung , der RWE Power AG, der zuständigen Netzbetreiber sowie weiterer Fachinstitutionen in eine Ratssitzung nach der Sommerpause einzuladen. Dort sollen sie über den Stand des Netzausbaus, die Versorgungssicherheit nach dem Kohleausstieg sowie die Auswirkungen auf den Strukturwandel berichten und die Fragen des Rates beantworten.
Für Bürgermeister Dr. Martin Mertens ist das Thema von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der Gemeinde und der gesamten Region.
„Die Versorgungssicherheit mit Strom ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen für das Rheinische Revier. Wir befinden uns in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Neue Unternehmen, moderne Industriearbeitsplätze und innovative Technologien können sich nur dort ansiedeln, wo ausreichend leistungsfähige Stromnetze vorhanden sind. Deshalb müssen wir bereits heute die richtigen Weichen für morgen stellen.“
Der Bürgermeister verweist darauf, dass Rommerskirchen mit dem Kraftpark und den Entwicklungsflächen am Kraftwerksstandort Neurath über hervorragende Perspektiven verfügt. Gleichzeitig zeigten aktuelle Diskussionen über fehlende Netzkapazitäten, dass der Ausbau der Strominfrastruktur mit dem wirtschaftlichen Wandel Schritt halten müsse.
„Der Strukturwandel darf nicht an fehlenden Stromleitungen scheitern. Es wäre widersinnig, wenn wir neue Industrieflächen entwickeln, Investoren gewinnen und Arbeitsplätze schaffen wollen, die notwendige Energieversorgung aber erst Jahre später bereitsteht. Deshalb brauchen wir frühzeitig Transparenz darüber, welche Netzkapazitäten wann zur Verfügung stehen“, beschreibt Martin Mertens die dringend zu lösende Aufgabe,

Im Rat sollen unter anderem Fragen zur künftigen Stromversorgung nach dem Kohleausstieg, zum Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze, zu möglichen Netzengpässen sowie zu deren Auswirkungen auf Industrieansiedlungen und Gewerbeentwicklung beantwortet werden. Ziel ist es, den Rat umfassend über die Rahmenbedingungen der zukünftigen Energieversorgung zu informieren und die Interessen der Gemeinde im Strukturwandel frühzeitig einzubringen.
„Die Energiewende kann nur dann erfolgreich sein, wenn Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung gemeinsam gedacht werden. Eine sichere und leistungsfähige Energieversorgung ist die Grundlage für Wohlstand, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb werden wir dieses Thema mit Nachdruck weiter begleiten und gemeinsam mit allen Beteiligten an tragfähigen Lösungen arbeiten“, so Martin Mertens abschließend.