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Gleichstellungsbeauftragte Nicole Musiol lud zum Internationalen Frauentag – Lesung mit Nicole Keilhau und „Frät“ Alfred Smeets

16.03.2026 | Pressemitteilung

45 Besucherinnen konnten die Gleichstellungsbeauftragte Nicole Musiol im Ratssaal zur alljährlichen Gesprächsrunde anlässlich des Internationalen Frauentags willkommen heißen. Auf dem Programm standen diesmal zwei Buchprojekte, die Autorin Nicole Keilhau und Illustrator „Frät“ den Anwesenden persönlich vorstellten.
Wie Nicole Musiol gleich eingangs betonte, sei der Internationale Frauentag für sie alles andere als ein Pflichttermin, sondern stelle vielmehr einen „Moment des Innehaltens“ dar. Gleichstellung sei „kein Zustand, den wir irgendwann einfach abhaken können oder erreicht haben“, betonte die Gleichstellungsbeauftragte. „Sie ist ein Weg, den wir gemeinsam gehen müssen – Schritt für Schritt“, so Nicole Musiol.
Dabei habe es wichtige Fortschritte gegeben: Im 2025 verabschiedeten Gewalthilfegesetz etwa werde erstmals festgeschrieben, dass Betroffene von Gewalt ein Recht auf Beratung und Schutz haben. „Das ist ein bedeutender Schritt – und ein lange erkämpfter“, sagte sie. Wobei sie zugleich darauf hinwies, dass dieses Recht de facto erst 2032 vollständig realisiert wird, denn erst dann sind die Zielsetzungen des Gesetzes einklagbar.

„Für viele Frauen, die heute Schutz und Unterstützung brauchen, ist das zu spät“, hielt die Rommerskirchener Gleichstellungsbeauftragte angesichts bereits am Limit arbeitender Beratungsstellen und Frauenhäuser mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Die aktuellen Perspektiven sind durchaus ernüchternd, wie sie feststellte: „Die Nachfrage nach Schutzräumen und Unterstützung ist hoch – und sie steigt weiter.“
Gleichstellungspolitik sei „nicht nur eine Frage von Gesetzen, sondern auch von Haltung, Engagement und Sichtbarkeit“, so Nicole Musiol. Ihr Fazit: „Es geht darum, hinzuschauen, zuzuhören und Geschichten sichtbar zu machen. Denn hinter jeder Zahl stehen Menschen und Lebensrealitäten.“

Während „Frät“ neben Exemplaren der von ihm illustrierten Bücher auch eine kleine Auswahl von Postkarten zu Themen wie Politik, Frauen, Retro und Oldtimer mitgebracht hatte, las Nicole Keilhau zunächst aus ihrem mit „Frät’s“ ComicPopArt –Illustrationen versehenen Buch „52 Frauen“, in dem sie mal witzig, mal ernsthaft, über Frauen schreibt, deren Geschichte in ihren Augen noch einmal erzählt werden muss.
Den Abschluss der Lesung bildeten einige Passagen aus Nicole Keilhau´s neuestem Buch „Willkommen in den Wechseljahren“ – gleichfalls mit den Illustrationen von „Frät“ versehen.
Die Gelegenheit zur Diskussion und weiteren Gesprächen wurde wie immer bei dieser Veranstaltung dann wieder rege genutzt, wobei auch signierte und mit persönlicher Widmung versehene Buchexemplare gekauft und mit nach Hause genommen wurden.