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Gesamtschule Favorit bei Elternbefragung – Teilstandort in Rommerskirchen am ehesten realistisch – Gemeinde im Austausch mit Nachbarkommunen

19.02.2026 | Pressemitteilung

Das Ergebnis einer im vergangenen September unternommenen Elternbefragung ist eindeutig: 95,2 Prozent der Eltern, die sich daran beteiligten (insgesamt 709) , bekundeten grundsätzlich Interesse an einer weiterführenden Schule in Rommerskirchen. Favorisiert wird von ihnen einen Gesamtschule, für die sich 76, 9 Prozent aussprachen , gefolgt vom Gymnasium (66,3 Prozent und einer Realschule (43, 8 Prozent) – Mehrfachnennungen waren möglich. 26 Befragte (3,5 Prozent) zeigten sich unentschlossen, zehn (etwas mehr als ein Prozent hatten kein Interesse).
Von insgesamt 1.205 versendeten Fragebögen waren bei der Gemeinde n 745 Rückmeldungen ein. Dies entspricht einer bemerkenswert hohen Rücklaufquote von 61,83 % .

Damit wird sowohl ein deutliches grundsätzliches Interesse als auch eine klare Präferenz für bestimmte Schulformen sichtbar.

Die Ergebnisse wurden der Bezirksregierung mitgeteilt. Diese erkennt darin einen eindeutigen Elternwillen zur Schaffung einer weiterführenden Schule .

Gleichzeitig weist die Bezirksregierung jedoch auf schulrechtliche Rahmenbedingungen hin. Für die Errichtung einer Gesamtschule ist eine Mindestgröße von 100 Schülerinnen und Schülern in der Eingangsklasse (vier Klassen mit je 25 Kindern) erforderlich. Angestrebt wird idealerweise ein Klassenrichtwert von 27 Kindern pro Klasse .

Zu berücksichtigen sind zudem:

• mögliche Abwanderung von Schülerinnen und Schülern mit Gymnasialempfehlung,
• Abwanderungstendenzen aus Randlagen in Nachbarkommunen,
• das Risiko einer schrittweisen Schließung bei Unterschreitung der Mindestgröße.

Als mögliche Alternative empfiehlt die Bezirksregierung die Einrichtung eines Teilstandortes einer weiterführenden Schule aus einer Nachbarkommune gemäß § 83 Abs. 5 SchulG NRW .

In diesem Modell würden mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang in Rommerskirchen unterrichtet, weitere Parallelklassen am Hauptstandort der Partnerschule. Die Schulträgerschaft verbliebe bei der jeweiligen Nachbarkommune. Finanzielle Beteiligungen, Ausstattung und organisatorische Fragen würden in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung geregelt .

Die Verwaltung steht hierzu bereits im Austausch mit Nachbarkommunen.

Sobald ein kommunaler Konsens erzielt ist und die Gemeinde weiterhin eine weiterführende Schule – sei es eigenständig oder als Teilstandort – anstrebt, wird die Bezirksregierung eine weitere Schulträgerberatung durchführen .

Bürgermeister Dr. Martin Mertens betont:

„Die Ergebnisse der Elternbefragung zeigen deutlich den Wunsch vieler Familien nach einem weiterführenden Schulangebot in Rommerskirchen. Wir werden nun verantwortungsvoll prüfen, welcher Weg dauerhaft tragfähig und rechtssicher umsetzbar ist.“

Die Gemeinde wird die politischen Gremien sowie die Öffentlichkeit fortlaufend über die weiteren Entwicklungen informieren.