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Gemeinde lehnt sämtliche Windenergieanlagen im Muhrental ab – Bürgermeister Mertens bekräftigt Standpunkt Rommerskirchens in WDR-Lokalzeit

02.02.2026 | Pressemitteilung

Bürgermeister Dr. Martin Mertens hat am vergangenen Freitag, 30. Januar, in der WDR-Sendung Lokalzeit aus Düsseldorf die Position der Gemeinde Rommerskirchen zu den aktuellen Planungen im Bereich der Windenergie bekräftigt.

Zuvor hatte ein Fernsehbeitrag die Situation im Gemeindegebiet, insbesondere die Planungen im Muhrental, thematisiert. Dabei kamen auch Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative „Gegenwind Rommerskirchen“ zu Wort, die auf die bereits heute bestehende erhebliche Belastung durch Windenergieanlagen hingewiesen haben.

Martin Mertens stellte klar, dass die Gemeinde Rommerskirchen nicht grundsätzlich gegen Windenergie ist. Im Gegenteil: Rommerskirchen zählt seit vielen Jahren zu den Vorreitern der Energiewende. Die Gemeinde war eine der ersten Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit einem eigenen regionalen Stromprodukt aus erneuerbaren Energien und wurde für ihr Engagement mehrfach auf Landesebene ausgezeichnet.

„Rommerskirchen ist kein Gegner der Energiewende, sondern ihr Vorreiter“, so Mertens. „Wir leisten seit Jahrzehnten einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Energieversorgung der Region.“

Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass die Belastungsgrenze für die Gemeinde erreicht sei. Derzeit befinden sich sieben große Windenergieanlagen im Gemeindegebiet in Betrieb. Darüber hinaus liegen weitere Planungen und Anfragen vor, so dass perspektivisch von rund 37 zusätzlichen Anlagen auszugehen ist. Insgesamt wären damit etwa 44 Windenergieanlagen im Gemeindegebiet konzentriert.

Die Gemeinde Rommerskirchen lehnt sämtliche derzeit geplanten Windenergieanlagen im Muhrental in der vorliegenden Form ab. Insbesondere die konkret vorgesehenen acht zusätzlichen Anlagen würden die bestehende Belastung erheblich verschärfen und sind aus Sicht der Gemeinde nicht hinnehmbar.

Die Gemeinde setzt darauf, dass der Investor zu ernsthaften Gesprächen und tragfähigen Kompromissen bereit ist, insbesondere mit Blick auf eine deutliche Reduzierung der Anlagenzahl. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Gemeinde auch für die Planungen im Muhrental weitere juristische Schritte einleiten.

Unabhängig davon hat die Gemeinde Rommerskirchen bereits ein Normenkontrollverfahren gegen den Regionalplan angestoßen. Ziel ist eine grundsätzliche verwaltungsgerichtliche Klärung, ob das Verfahren zur Ausweisung von Windenergieflächen, wie es durch die Bezirksregierung Düsseldorf gemeinsam mit dem Regionalrat Düsseldorf durchgeführt wurde, rechtlich korrekt war.

Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob die Planung der Windenergieanlagen zulasten der Gemeinde Rommerskirchen den rechtlichen Anforderungen an Abwägung, kommunale Beteiligung und Belastungsgleichheit entspricht.

„Energiewende braucht Akzeptanz“, so Bürgermeister Dr. Mertens abschließend. „Diese Akzeptanz entsteht nicht durch das Übergehen kommunaler Stellungnahmen, sondern nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Als Bürgermeister sehe ich es als meine Pflicht an, die Interessen unserer Gemeinde klar zu vertreten – politisch wie rechtlich.“