Extreme Hitzewelle: Gemeinde Rommerskirchen sagt Feuerwehrfest in Nettesheim ab – Bürgermeister appelliert zu besonderer Vorsicht
Die anhaltende Hitzewelle stellt derzeit ganz Nordrhein-Westfalen und damit auch die Gemeinde Rommerskirchen vor besondere Herausforderungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor einer erheblichen bis teilweise extremen Wärmebelastung. Hinzu kommen eine sehr hohe UV-Belastung sowie örtlich erhöhte Ozonwerte, die insbesondere für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen eine erhebliche Belastung darstellen können. (DWD)
Vor diesem Hintergrund haben die Gemeinde Rommerskirchen und der Löschzug Nettesheim der Freiwilligen Feuerwehr gemeinsam entschieden, das für Samstag geplante Feuerwehrfest abzusagen.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Das Feuerwehrfest lebt vom Engagement unserer Kameradinnen und Kameraden und von den vielen Besucherinnen und Besuchern. Angesichts der außergewöhnlichen Temperaturen trägt aber die Verantwortung für die Gesundheit aller Beteiligten eindeutig Vorrang“, erklärt Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
Die Absage erfolgt aus zwei Gründen: Zum einen sollen die Besucherinnen und Besucher keiner unnötigen gesundheitlichen Belastung ausgesetzt werden. Zum anderen gilt es, die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu schützen. Gerade während einer Hitzewelle müssen sie jederzeit einsatzbereit sein und dürfen nicht zusätzlich belastet werden.
Bereits am gestrigen Donnerstag kam es bei einem Brandeinsatz zu einer erheblichen körperlichen Belastung der Feuerwehr. Ein Feuerwehrmann erlitt infolge der extremen Temperaturen starke Kreislaufprobleme und musste entsprechend versorgt werden. Dieses Ereignis unterstreicht, welchen außergewöhnlichen Belastungen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte derzeit ausgesetzt sind.
„Unsere Feuerwehr ist rund um die Uhr für die Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Gerade deshalb müssen wir alles dafür tun, ihre Einsatzfähigkeit zu erhalten. Der Schutz unserer Einsatzkräfte hat oberste Priorität“, so Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
Die ursprünglich geplante offizielle Einweihung der neuen Drehleiter wird selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, sobald die Witterungsverhältnisse dies wieder zulassen.
Auch an anderen Stellen macht sich die außergewöhnliche Wetterlage bemerkbar. Mehrere Schul- und Kindergartenfeste wurden aufgrund der extremen Temperaturen bereits abgesagt oder verschoben. Die Gemeinde hofft, dass sich die Wetterlage ab Dienstag wieder entspannt und die Veranstaltungen zeitnah nachgeholt werden können.
Bereits am Donnerstag hatte der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde getagt. Bürgermeister Dr. Martin Mertens hatte im Vorfeld darum gebeten, die Sitzung bewusst kurz zu halten, um Ratsmitglieder, Mitarbeitende und Gäste möglichst wenig der Hitze auszusetzen. Diese Vorgehensweise habe sich nach Einschätzung der Verwaltung als richtig erwiesen. Zwar arbeitete die Klimaanlage im Ratssaal am Donnerstagabend noch eingeschränkt, dennoch wurden bereits Innentemperaturen von nahezu 30 Grad erreicht.
Am heutigen Freitag sind hingegen sämtliche Klimaanlagen im Rathaus infolge der außergewöhnlichen Dauerbelastung ausgefallen. Die Gemeindeverwaltung bleibt dennoch uneingeschränkt arbeitsfähig. Zum Schutz der Beschäftigten wurde die Möglichkeit zum Homeoffice kurzfristig ausgeweitet. Die Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin auf die Handlungsfähigkeit ihrer Verwaltung verlassen.
„Unser Ziel ist es, den Dienstbetrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unsere Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die Lage mit den angekündigten niedrigeren Temperaturen ab Dienstag wieder normalisieren wird“, erklärt Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
Die Gemeinde Rommerskirchen bittet alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere am Freitag, Samstag und Sonntag besonders auf ihre Gesundheit zu achten. Empfohlen wird, körperliche Anstrengungen möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen, ausreichend zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit zu vermeiden und insbesondere ältere Menschen, Kinder sowie Nachbarinnen und Nachbarn im Blick zu behalten, die Unterstützung benötigen könnten. Auch die aktuell erhöhten Ozonwerte können insbesondere für empfindliche Personen eine zusätzliche gesundheitliche Belastung darstellen.
Die Gemeinde bedankt sich ausdrücklich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, den Hilfsorganisationen sowie allen Beschäftigten der Gemeindeverwaltung für ihren engagierten Einsatz unter den derzeit außergewöhnlich schwierigen Bedingungen und bittet die Bevölkerung um Verständnis für die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen.
