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Das „Sonnenbad“ ist beliebt in der gesamten Region: „Der Plausch am Beckenrand“

Das „Sonnenbad“ ist den Rommerskirchenern lieb und teuer, hat für sie einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur aus der Gillbach-Gemeinde kommen die Badegäste: Der hohe Standard, der dort geboten wird, hat sich längst nach Grevenbroich, Jüchen, Köln – in die gesamte Region herumgesprochen.

Regie führt seit vielen Jahren Petra Gemmer, die mit voller Überzeugung sagen kann: „Bademeisterin ist der echte Traumberuf für mich.“ Und nicht nur sie ist mit vollem Herzen dabei. Das gilt auch für ihr gesamtes Team. Beispielhaft erinnert sie an das Blockheizkraftwerk, bei dessen Entwicklung ihre Leute mitgedacht und mitgeplant hätten. „Ich habe hier halt Leute, die sich richtig reinfuchsen können“, so die Chefin. Die Anlage würde nun seit dem ersten Tag beim Sparen helfen – Energie für die Umwelt und Kosten für die Gemeindekasse.

Das Publikum des „Sonnenbades“ zeigt sich dabei sehr gemischt: „Es kommen mehr Erwachsene als Kinder“, weiß Gemmer. Das könne sich nur während der Ferien ändern. Viele der Badegäste nehmen an den Gymnastikkursen und an der „Aquafitness“ teil. Die werden in Eigenregie, aber auch von den Schwimmvereinen und von einem Sportstudio angeboten.

Beliebt ist auch die Möglichkeit, den Kindergeburtstag im Schwimmbad zu feiern. Dienstags nachmittags, freitags nachmittags und samstags vormittags gibt es Zeitfenster dafür. Dann werden große Spielgeräte zu Wasser gelassen, die Gruppen dürfen Getränke und Fingerfood mitbringen und die Kids dürfen sich für zwei Stunden so richtig austoben.

Dabei ist das Team rund um Petra Gemmer mit fünf Leuten (inklusive Aushilfen) ebenso klein wie engagiert. „Ohne Fachkraft geht es während der Öffnungszeiten nicht“, betont die Bademeisterin. Gemeinsam hat man sich über die Jahre ein tolles Image erarbeitet: Das „Sonnenbad“ gilt als familiär, sauber und ordentlich. Sein Personal gilt als freundlich und zuverlässig.

Bei letzterem geht es auch um die regelmäßigen Öffnungszeiten, die viele andere Bäder aufgrund des Fachkräftemangels nicht immer einhalten können. „Wir haben erst in diesem Jahr ein paar Schwierigkeiten bekommen“, gesteht Petra Gemmer ein. Konzepte, die hier helfen sollen gegenzusteuern, wurden aber ausgearbeitet.

Immerhin sollen auch in Zukunft die vielen und beliebten Veranstaltungen weiterlaufen: Angefangen bei den Spielnachmittagen in den Ferien (die gerade jetzt wieder laufen) bis hin zur „Familien-Disco“, bei der in den drei Stunden bis zu 160 Schwimmer ins Becken gehen.

„Mit 80 Kindern gleichzeitig im Becken ist das schon gut gefüllt“, freut sich Gemmer spürbar über den Erfolg der Spielnachmittage. In der übrigen Zeit geht es dann natürlich ruhiger zu: So zum Beispiel dienstags morgens um 7 Uhr, wenn (nach dem montäglichen Ruhetag) „unsere Schwimmer wieder kommen, um ihre Bahnen zu ziehen“.

Gemmer weiß: „Die genießen es, zuvor in unserem Vorraum einen Kaffee zu trinken und einen ersten Plausch zu halten, bevor es auf die Bahnen im Becken geht.“ Das ist übrigens, das Einzige, was die Bademeisterin aktuell vermisst: Der Personaldruck lasse „wenig Zeit für den Plausch am Beckenrand“, gesteht sie ein. Dabei mache der doch den Besuch im „Sonnenbad“ erst „persönlich“.

Für die Zukunft wünscht sie sich „weiterhin gute Besucherzahlen“ und „keine Probleme bei den Öffnungszeiten“. Allerdings steht die alljährlich übliche Schließungszeit auch 2026 wieder an, die gebraucht wird, um das Bad von Grund auf zu kontrollieren und zu warten, gegebenenfalls auch zu reparieren. Vom 30. November bis zum 10. Januar ist das „Sonnenbad“ also wieder dicht.

Wichtig ist es Petra Gemmer zudem, darauf hinzuweisen, dass die umfassende Sanierung, für die wie berichtet Bundesmittel zur Verfügung stehen, jetzt erst einmal konkreter durchgerechnet und geplant werden muss. „Das dauert sicher noch einige Zeit, bis das Auswirkungen auf den Schwimmbetrieb haben wird“, ist sich die Bademeisterin sicher.