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Belastung durch Kreisumlage steigt – Kommunen erwarten ehrlichen Dialog über Ausgabenstruktur

05.03.2026 | Pressemitteilung

Der Hebesatz lag im Jahr 2025 bei 34,9 %. Für 2026 soll nun vom Kreistag ein Satz von 36,39 % beschlossen werden. Das entspricht einer Erhöhung um 1,49 Prozentpunkte. Relativ betrachtet bedeutet dies eine Steigerung von rund 4,27 % gegenüber dem Vorjahr.

Von einer „Senkung“ kann daher objektiv nicht gesprochen werden. Richtig ist allerdings: Die jetzt geplante Erhöhung fällt zwar geringer aus als ursprünglich angekündigt. Dass die Kreisverwaltung und der Kreistag hier noch einmal nachjustiert haben, ist ein Schritt, der aus kommunaler Sicht zwar ausdrücklich begrüßt wird. „Gleichwohl bleibt die Belastung für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden erheblich. Für Rommerskirchen wie für alle anderen Kommunen ist die Kreisumlage einer der größten Einzelposten im Haushalt. Jede Erhöhung schränkt unsere Möglichkeiten ein, vor Ort in Schulen, Kitas, Infrastruktur, Sportstätten, Ehrenamt und soziale Angebote zu investieren“, erklärt Bürgermeister Dr. Martin Mertens.

Aus kommunaler Sicht sei es deshalb „entscheidend, dass neben der Umlagehöhe auch die Ausgabenstruktur des Kreises konsequent überprüft wird“, so Mertens weiter.

„Der Rhein-Kreis Neuss gehöre bereits heute zu den kostenintensivsten Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig bestehen in einzelnen Aufgabenfeldern – etwa im Gesundheitsbereich – weiterhin strukturelle Herausforderungen, die eine sorgfältige Analyse von Effizienz und Prioritätensetzung erforderlich machen“, bekräftigt der Bürgermeister die Notwendigkeit einer solchen Überprüfung

„Es geht nicht um Konfrontation, sondern um Verantwortung. Die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss haben in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass sie bereit sind, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken. Es gibt eine Reihe konkreter Spar- und Strukturvorschläge aus kommunaler Sicht, die geeignet wären, die Haushaltslage des Kreises nachhaltig zu verbessern, ohne die Städte und Gemeinden über Gebühr zu belasten“, betont Mertens.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stünden bereit, gemeinsam mit der Landrätin und dem Kreiskämmerer in einen offenen, transparenten und ergebnisorientierten Dialog einzutreten. Voraussetzung ist jedoch, dass auch der Kreis bereit ist, eigene Strukturen, Standards und Prioritäten unvoreingenommen zu überprüfen.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Handlungsfähigkeit aller Ebenen – Kreis wie Kommunen – dauerhaft zu sichern. Nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit wird es gelingen, die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre verantwortungsvoll zu bewältigen“, ist Martin Mertens überzeugt.