B 477n lässt weiter auf sich warten – Fortschreibung des Verkehrsgutachtens bis 2040 könnte Planung weiter verzögern.
Im Bundesverkehrswegeplan ist die Ortsumgehung B 477n schon seit Jahren im vordringlichen Bedarf eingestuft. Derzeit befindet sich das Projekt in der Vorentwurfsplanung. „Als nächstes steht hier die Fortschreibung des Verkehrsgutachten auf den Prognosehorizont 2040“, schreibt NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer in einem Antwortschareiben an Bürgermeister Dr. Martin Mertens, der sich Ende Mai nach dem aktuellen Verfahrensstand erkundigt hatte.
Sollten sich im Zuge der Fortschreibung des Verkehrsgutachtens die prognostizierten Verkehrsmengen ändern, ist aus Rommerskirchener Sicht eine weitere Verzögerung des Verfahrens zu befürchten.
Dann nämlich wären „alle anderen Fachgutachten zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren“, heißt es wörtlich in dem Schreiben des Ministers. Wäre die Hürde des Verkehrsgutachtens genommen, könnte die technische Planung beendet und die Kosten berechnet werden. Zudem müsste der landschaftspflegerische Begleitplan fertiggestellt werden. „Bei idealem Ablauf kann der Vorentwurf noch im Jahr 2027 zur Genehmigung vorgelegt werden“, schreibt Oliver Krischer an den Bürgermeister.
Danach würde das Planfeststellungsverfahren zwecks Erlangung des Baurechts folgen. Wäre der Planfeststellungsbeschluss vollziehbar, könne mit der Bauvorbereitung begonnen werden, so der Minister.
„Angesichts des Planungsstands kann heute noch keine Aussage zu einem möglichen Realisierungsbeginn gegeben werden“, schreibt Oliver Krischer.
„Die B 477 n ist seit vielen Jahren ein zentrales Infrastrukturprojekt für unsere Gemeinde und die gesamte Region“, betont Martin Mertens. „Gerade für die Verkehrssicherheit, die Lebensqualität in unseren Ortslagen und eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehr ist diese Ortsumgehung unverzichtbar.
Es ist extrem bedauerlich, dass nach fast 20-jähriger Planung dieses Projekts immer noch nicht klar ist, wann endlich mit dem Bau begonnen werden kann“, so der Bürgermeister. Martin Mertens lässt keinen Zweifel daran: „Wir werden uns weiter auf allen Ebenen für eine zügige Realisierung dieser Umgehung einsetzen.“
