Neuerliches Rollator-Training am und im Rathaus
Manchen älteren Menschen mag der Gebrauch eines Rollators zunächst widerstreben. Haben sie sich erst einmal daran gewöhnt, mögen sie diese Gehhilfe in der Regel nicht mehr missen. Dennoch sind es zwei Paar Schuhe, einen Rollator benutzen zu können oder das Gerät wirklich zu beherrschen.
Nützliche Informationen für einen wirklich sicheren Umgang mit einem Rollator bot jetzt einmal mehr ein von der Gemeinde Rommerskirchen angebotenes Rollator-Training. Organisiert hatte es nach der erfolgreichen Premiere im vergangen Jahr wiederum Alexandra Müller-Schwäbe vom Sozialamt der Gemeinde, die hierfür wiederum die Polizei, das Sanitätshaus Salgert in Dormagen sowie das Busunternehmen Gilbach-Reisen gewinnen konnte.
Zehn Teilnehmende zeigten sich mit dem Verlauf der Informationsveranstaltung zufrieden, bei der auf die Theorie wieder die Praxis folgte. Jörg Birken, Verkehrsberater bei der Polizei des Rhein-Kreises Neuss, widmete sich den Sicherheitsaspekten bei der Nutzung eines Rollators. Etwaige Seh- und Hörhilfen sollten stets benutzt werden, wenn man sich im Straßenverkehr bewege, machte Birken deutlich.
Ein wichtiger Ratschlag in Sachen Kleidung: Reflektierende Armbänder etwa könnten ebenso einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten, wie dies natürlich auch bei Warnwesten der Fall ist.
Anschließend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit das sichere Ein- und Aussteigen im Bus zu üben. Einige Senioren hatten dies bislang aus Angst oder Unsicherheit eher gemieden.
Manchen unbekannt, bzw. falsch zugeordnet war ein spezieller blaufarbiger Taster im Bus: Dessen Nutzung erleichtert mobilitätseingeschränkten Personen den Ein- und Ausstieg, wie Norbert Küttelwesch, Inhaber des Ansteler Busunternehmens erläuterte. Dessen Türen schließen nämlich erst, nachdem sich das Fahrpersonal vom sicheren Ein- bzw. Ausstieg des Fahrgastes überzeugt hat. Busse werden bei Bedarf auch abgesenkt.
Konkret bedeutet dies: Beim Bedienen des blauen Tasters bleiben die Türen länger geöffnet und es gibt weniger Zeitdruck beim Ein- und Aussteigen.
Im Anschluss absolvierten die Senioren konnten die Senioren bei strahlendem Sonnenschein vor dem Rathaus einen Parcours absolvieren. Seitens der Firma Salgert waren zuvor alle Rollatoren, insbesondere deren Bremsen und die Höheneinstellung gecheckt worden.
Abschließend gab es für alle Teilnehmer noch nützliche Reflektoren für Rollatoren bzw. Kleidung, damit sie gerade in der jetzigen Jahreszeit für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar sind.
Obendrauf gab es dann noch jeweils einen Rollator-Führerschein der Firma Salgert.
