Kirchenchor von St. Martinus feiert sein 160-Jahr-Jubiläum
Ältere Institutionen als den Pfarrcäcilienchor St. Martinus gibt es vor Ort nur wenige: Die Kirche als solche ist bekanntlich fast 2000 Jahre alt, die Pfarrkirche St. Martinus zählt mehr als 800 Jahre und die zum Einzugsbereich der Pfarrei zählenden St. Sebastianus-Bruderschaften haben Anfang Oktober ihr 725-Jahr-Jubiläum gefeiert.
Pünktlich zum Monatsende gedenkt jetzt der Pfarrcäcilienchor am kommenden Freitag, 31.Oktober, seines 160-jährigen Bestehens mit einem um 18 Uhr beginnenden Festhochamt in St. Martinus, an das sich ab 19.15 ein festliches Konzert in der Kirche anschließen wird.
Unter der Gesamtleitung seiner Dirigentin Hanna Savelieva singt während des Gottesdiensts der Jubiläums-Chor, das Orchester an St. Martinus, die Sopranistin Maria Koroleva, Mezzosopranistin Olena Hizimchuk, Tenor Nick van den Dool, Bassist Carsten Mainz und Katrin Mainz an der Orgel wirken gleichfalls mit.
Beim anschließenden Festkonzert treten die Chorgemeinschaft Evinghoven/Hoeningen und der Chor Celebration ebenso auf wie die Nettesheimer Turmbläser und ein Trio der Nettesheimer Blechbläser. Olena Hizimchuk ist bei dem Konzert mit der Bandura, einer ukrainischen Lautenzither, mit von der Partie, während Stella Mainz Violoncello spielt.
Im Anschluss treffen sich die aktuell rund 28 Chormitglieder mit dem Gottesdienst- und Konzertbesuchern im Pfarrheim.
Gegründet wurde der Jubiläumschor 1866 vom damaligen Pfarrer Steenaertz und dem Organisten Josef Gladbach als Männerchor unter dem Motto: „Wir singen zur Ehre Gottes, zur Erbauung der Gläubigen und zur eigenen Freude.“
Josef Gladbach amtierte 44 Jahre lang, ein bis heute nicht erreichter Rekordwert. 1910 übernahm Peter Zimmermann die Leitung, die er 1923 an Heinrich Emunds übergab, der das Amt bis 1946 inne hatte.
Während der Ersten Weltkriegs kam die Chortätigkeit zum Erliegen, der Zweite Weltkrieg forderte fünf Kriegsopfer unter den jüngeren Sängern.
1946 übernahm Heinrich Huhn die Chorleitung, wobei seit 1949 für zehn Jahre erstmals auch Frauen im Kirchenchor mitsingen konnten.
1957 begann die bis 1988 währende Ära von Küster und Organist Friedel Jordans als Chorleiter, dem Konrad Tietze und Bert Schmitz folgten. 1993 wurde mit Margarete Wegener erstmals eine Frau Chorleiterin – seit 1998 sind auch wieder Sängerinnen im Pfarrcäcilienchor aktiv. Während Sven Morche von 2000 bis 2006 die Leitung übernahm, war Kirchenmusikerin Melanie Dietershagen von 2007 bis 2025 Chorchefin, ehe im vergangenen Jahr Hanna Savelieva ihre Nachfolge antrat.
