Lebensmittelverschwendung aus Sicht von Menschen mit Armutserfahrung: „Stoppel-Aktion“ in Butzheim
Die „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“, das „Treffen von Menschen mit Armutserfahrung“, „FIAN Deutschland“ und der „Ernährungsrat Köln“ veranstalten eine „Stoppel-Aktion“.
Geschätzt 3,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden – nach Angaben der Veranstalter – unter so genannter „Ernährungsarmut“. Sie können sich keine vollwertige, gesunde Ernährung leisten oder verbringen sogar ganze Tage, ohne etwas zu essen.
Gleichzeitig landen hierzulande jedes Jahr elf Millionen Tonnen gute Lebensmittel im Müll. Umgerechnet bedeutet das, dass Landwirte auf einer zusammengenommenen Fläche in der Größe des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns Nahrungsmittel für die Tonne produzieren, so Bernd Schmitz, stellvertretender Geschäftsführer der „Bäuerlichen Landwirtschaft“.
Bei der „Stoppel-Aktion“ werden Aktive aus dem „Treffen von Menschen mit Armutserfahrung“ zusammen mit einem Landwirt der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ berichten, welche Konsequenzen die Lebensmittelverschwendung für ihren Alltag hat. Gemeinsam werden sie auch über Lösungswege sprechen, die beiden Seiten zugutekämen.
Das symbolische Auflesen von Ernteresten, „Stoppeln“ genannt, durch Menschen mit Armutserfahrung beginnt morgen um 11 Uhr auf dem Feld zwischen Bachstraße und Landstraße in Butzheim.
