Dem „Eckumer Berg“ werden Umwege erspart: Durch die Hintertür zum Discounter
Wer im Wohngebiet „Eckumer Berg“ hinter dem ALDI-Markt in Rommerskirchen wohnt, kann künftig leichter zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen gehen. Denn für November ist ein zusätzlicher, barrierearmer Zugang zum Marktgelände geplant.
An die 100 Familien können von dieser „Hintertür“ profitieren und sich von da an die Umwege über die B 59 sparen. „Weniger Autofahrten sind das Ziel“, bringt es Florian Plück, Leiter der Wirtschaftsförderung und Strukturwandelmanager der Gemeinde, auf den Punkt.
Bislang ist das Gelände des Discounters, bis auf die Hauptzufahrt, von einem Zaun umgeben. Anwohner zwischen dem Strategischer Bahndamm und ALDI müssen deshalb zunächst zur stark befahrenen B 59 gelangen, um über die reguläre Zufahrt zum Supermarkt zu kommen.
Der neue Zugang im hinteren Bereich soll diese Wege verkürzen und die Verbindung zwischen Wohngebiet und Nahversorgung verbessern. Gerade für Menschen, die kurze Besorgungen ohne Auto erledigen möchten, könnte das eine praktische Erleichterung sein.
Auch ALDI verbindet mit dem Vorhaben konkrete Erwartungen. Das Unternehmen hofft, dass künftig mehr Kunden aus der näheren Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. Und dass mehr Stellplätze auf dem großen Stellplatz frei bleiben für die anderen Kunden. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt für ALDI eine wichtige Rolle. Weniger Pkw zahlen genau auf diesen Punkt ein.
Für die Gemeinde Rommerskirchen steht die Verbesserung der örtlichen Infrastruktur im Vordergrund. „Das Projekt zeigt, wie bereits eine vergleichsweise kleine Maßnahme dazu beitragen kann, Wege im Alltag einfacher zu gestalten und die Lebensqualität im Wohnumfeld zu erhöhen“, so Plück weiter.
Die „Hintertür“ wird im Rahmen einer Art „Joint Venture“ realisiert werden: ALDI sorgt für den Durchbruch und die Anpassungen auf seinem Parkplatz. Die Gemeinde hat auf der anderen Seite des Zaunes schon einen Baum und einiges an Gebüsch entfernen lassen, so dass dort nun auch der Weg angelegt werden kann. Nächsten Monat soll es losgehen.
Plück sieht übrigens eine zweite Gruppe, die von dieser „Hintertür“ zum Lebensmittel-Discounter profitieren kann: Er denkt dabei an die Wanderer und Radfahrer, die den Historischen Bahndamm nutzen. Die könnten sich dann unterwegs mit Snacks und Getränken für ein kurzes „Picknick“ versorgen. „Papierkörbe für die Verpackungen stehen schon vor Ort“, lacht er fröhlich.
