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Giller Höfe auf der Zielgeraden: Rund 250 neue Wohnungen für die Zukunft Rommerskirchens Bürgermeister Dr. Martin Mertens: „Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum, stärken unsere Infrastruktur und legen einen wichtigen Grundstein für eine weiterführende Schule.“

Eines der wichtigsten Wohnungsbauprojekte der vergangenen Jahrzehnte steht vor dem nächsten entscheidenden Schritt: Die Erschließung des Neubaugebiets „Giller Höfe“ ist abgeschlossen. Nach der abschließenden technischen Prüfung kann in Kürze die Baufreigabe erfolgen. Damit beginnt die lang erwartete Hochbauphase.

Für Bürgermeister Dr. Martin Mertens ist dies ein besonderer Meilenstein: „Die Giller Höfe sind weit mehr als ein neues Baugebiet. Sie sind eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde. Wir schaffen dringend benötigten Wohnraum, insbesondere auch für Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen. Ein lang gehegtes politisches Versprechen wird jetzt Wirklichkeit.“
Rund 250 Wohnungen – mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert
Im neuen Wohnquartier sollen rund 250 Wohneinheiten entstehen. Der Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern mit Zwei- bis Vierzimmerwohnungen. Mindestens 30 Prozent des Wohnraums sollen öffentlich gefördert werden.
„Wer heute im Rheinland eine Wohnung sucht, weiß, wie schwierig und teuer das geworden ist. Gerade junge Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen und Beschäftigte mit normalen Einkommen finden immer schwerer bezahlbaren Wohnraum. Deshalb war es uns so wichtig, hier ganz bewusst gegenzusteuern“, erklärt Mertens.

Dabei gehe es ausdrücklich auch um die Menschen, die bereits in Rommerskirchen leben: „Unsere Kinder sollen auch als Erwachsene in ihrer Heimatgemeinde bleiben können. Junge Familien brauchen eine Perspektive und ältere Menschen die Möglichkeit, in eine kleinere, bezahlbare Wohnung umzuziehen, ohne ihre Heimat verlassen zu müssen.“
Bezahlbarer Wohnraum – was bedeutet das konkret?
Öffentlich geförderter Wohnraum richtet sich keineswegs ausschließlich an Menschen mit sehr geringen Einkommen. Auch Haushalte mit mittleren Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen profitieren.
Die Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterscheidet zwischen den Einkommensgruppen A und B. Nach den regulären Fördermietobergrenzen für 2026 ergeben sich für Rommerskirchen beispielsweise folgende monatliche Nettokaltmieten:
• 65 Quadratmeter: 471,25 Euro in Einkommensgruppe A beziehungsweise 546 Euro in Einkommensgruppe B.
• 80 Quadratmeter: 580 Euro in Einkommensgruppe A beziehungsweise 672 Euro in Einkommensgruppe B.
• 95 Quadratmeter: 688,75 Euro in Einkommensgruppe A beziehungsweise 798 Euro in Einkommensgruppe B.
Dabei handelt es sich um Rechenbeispiele auf Grundlage der regulären Fördermietobergrenzen, nicht um bereits feststehende Mietangebote für die Giller Höfe. Betriebs- und Heizkosten sowie gegebenenfalls zulässige Zuschläge kommen hinzu.

„Das sind ganz konkrete Größenordnungen, die zeigen, warum wir uns so intensiv für den geförderten Wohnungsbau eingesetzt haben. Bezahlbarer Wohnraum darf kein politisches Schlagwort bleiben. Er muss für die Menschen auch tatsächlich bezahlbar sein“, betont der Bürgermeister.
Bereits 2018 wurde der Grundstein gelegt
Die Bemühungen von Bürgermeister Dr. Martin Mertens und seiner Verwaltung, gezielt bezahlbaren Wohnraum in Rommerskirchen zu schaffen, reichen viele Jahre zurück. Bereits im Januar 2018 unterzeichneten Mertens und NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach eine Zielvereinbarung zur kooperativen Baulandentwicklung. Schon damals wurde ein Anteil von mindestens 30 Prozent öffentlich gefördertem Wohnraum festgelegt.

Seit Oktober 2018 begleitet NRW.URBAN das Projekt als Entwicklungsgesellschaft auf Zeit.
„Wir haben bereits 2018 bewusst entschieden, dass wir nicht nur neue Eigenheime ermöglichen, sondern auch bezahlbare Mietwohnungen schaffen wollen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir schneller vorangekommen wären. Aber ein Projekt dieser Größenordnung braucht einen langen Atem. Zahlreiche Planungen, Genehmigungen und Abstimmungen waren notwendig. Entscheidend ist, dass wir trotz aller Schwierigkeiten konsequent an unserem Ziel festgehalten haben“, sagt Mertens.
Fast neun Jahre später stehe das Projekt nun vor der Umsetzung.

„Wir haben nicht nur über bezahlbaren Wohnraum gesprochen, sondern gemeinsam mit unserer Verwaltung und dem Land Nordrhein-Westfalen über viele Jahre daran gearbeitet. Jetzt werden aus unseren damaligen Plänen endlich Wohnungen. Darauf bin ich stolz.“
Neue Wohnungen stärken Schulen und Infrastruktur
Die Giller Höfe sind zugleich ein wichtiger Baustein für die langfristige Entwicklung Rommerskirchens. Eine ausgewogene Bevölkerungsentwicklung und insbesondere der Zuzug junger Familien können dazu beitragen, Kindergärten, Schulen, Vereine, Geschäfte und die gesamte örtliche Infrastruktur dauerhaft zu sichern.
Auch für das langjährige Ziel einer eigenen weiterführenden Schule ist dies von Bedeutung.
„Wir kämpfen seit vielen Jahren dafür, dass unsere Kinder möglichst auch nach der Grundschule in Rommerskirchen zur Schule gehen können. Dafür brauchen wir langfristig eine tragfähige Entwicklung der Schülerzahlen. Neue Wohnquartiere, in denen junge Familien ein Zuhause finden, sind ein wichtiger Baustein dafür“, erklärt Mertens.

Die Einrichtung einer weiterführenden Schule hänge zwar von weiteren schulrechtlichen Voraussetzungen ab, eine positive und nachhaltige Gemeindeentwicklung könne jedoch die Grundlagen dafür verbessern.
„Wohnungsbau ist immer auch Familienpolitik, Schulpolitik und Zukunftspolitik. Wir müssen dafür sorgen, dass Rommerskirchen eine lebendige Gemeinde für alle Generationen bleibt. Dazu gehört auch, dass junge Menschen nicht wegziehen müssen, weil sie hier keine bezahlbare Wohnung finden.“

Erste Bauvorhaben stehen unmittelbar bevor
Die konkreten Bauvorhaben nehmen bereits Gestalt an. Die Dornieden-Gruppe hat drei Baufelder mit insgesamt rund 3.600 Quadratmetern erworben. Hier entstehen 16 Reihenhäuser, darunter vier öffentlich geförderte Häuser, die im Bestand des Unternehmens verbleiben sollen. Die übrigen zwölf Häuser werden frei finanziert und zum Verkauf angeboten.
Ein weiterer Investor plant im nördlichen Bereich ein Mehrfamilienhaus mit zunächst 15 öffentlich geförderten Wohnungen.
Darüber hinaus hat die Gemeinde im Rahmen ihres bewährten Punktesystems bereits elf Wohneinheiten an private Bauherren vergeben, darunter drei Doppelhaushälften.

„Nach Abschluss der technischen Prüfung können Investoren und private Bauherren in die Hochbauphase einsteigen“, erläutert Niklas Salzmann, Fachbereichsleiter für Planung, Gemeindeentwicklung, Mobilität und Nachhaltigkeit.
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Land NRW
Möglich wurde das Projekt insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Programms „Go4Wohnen: Kooperative Baulandentwicklung“ unterstützt NRW.URBAN die Gemeinde personell und finanziell bei der Entwicklung des neuen Wohnquartiers.

Beim Spatenstich Anfang Februar war auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach vor Ort.
„Ich bin dem Land Nordrhein-Westfalen sehr dankbar für die Unterstützung. Gemeinsam ist es uns gelungen, ein Projekt auf den Weg zu bringen, das kommunale Entwicklung mit sozialer Verantwortung verbindet. Wir schaffen nicht einfach nur Bauland, sondern sorgen dafür, dass ein erheblicher Teil der neuen Wohnungen auch für kleinere und mittlere Einkommen erschwinglich sein soll“, betont Mertens.
„Jetzt wollen wir endlich Häuser sehen“

Nach den langen Jahren der Planung und Vorbereitung blickt der Bürgermeister mit großer Vorfreude auf die kommenden Monate.
„Viele Menschen haben uns immer wieder gefragt, wann es bei den Giller Höfen endlich losgeht. Ich kann diese Ungeduld sehr gut verstehen. Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt auf der Zielgeraden sind. Die Erschließung ist abgeschlossen, die ersten Bauvorhaben stehen fest und jetzt geht es endlich in den Hochbau.“

Für das kommende Jahr hofft Mertens auf deutlich sichtbare Fortschritte und möglichst bald bezugsfertige Wohnungen.
„Mein großer Wunsch ist, dass wir im kommenden Jahr die ersten Häuser wachsen sehen und möglichst bald die ersten Wohnungen bezogen werden können. Darauf haben wir lange hingearbeitet.“

Abschließend unterstreicht der Bürgermeister die grundsätzliche Bedeutung des Projekts:
„Die Giller Höfe stehen für das Rommerskirchen, das wir auch in Zukunft sein wollen: eine familienfreundliche, lebendige und soziale Gemeinde, in der Menschen unterschiedlicher Generationen und Einkommen ein Zuhause finden. Bezahlbarer Wohnraum, gute Bildung und eine starke Infrastruktur gehören untrennbar zusammen. Mit den Giller Höfen machen wir einen großen Schritt in diese Richtung.“