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Drei St. Sebastianus-Bruderschaften feierten ihr 725-Jahr-Jubiläum

Nettesheim-Butzheim /Frixheim/Anstel Das 725-Jahr- Jubiläum der St. Sebastianus-Bruderschaften Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel dürfte, den allermeisten, die es mitgefeiert haben, in dauerhafter Erinnerung bleiben. Schon der Start mit einer „Mega 90’s Party“ im Festzelt sprengte alle bislang bekannten Dimensionen: 1100 Gäste feierten bis spät in die Nacht hinein bei dem von Marc Pesch organisierten Event, wobei das Highlight des Abends der Auftritt von „Mr.President“ war, der beileibe nicht allein mit seinem Evergreen „Coco Jamboo“ für anhaltende Hochstimmung sorgte. Doch auch sonst konnten die Schützen über Mangel an Resonanz nicht klagen: Etliche 100 Teilnehmer fanden sich tags darauf beim Fassanstich zur offiziellen Eröffnung ein, allein beim Seniorenkaffee konnten die Bruderschaften 150 Gäste willkommen heißen, wie Toni Jordans, der Brudermeister aus Nettesheim-Butzheim berichtet.

Jordans führte abwechselnd mit seinen Kollegen Holger Hambloch und Markus Piepenburg durchs Programm, das vielen Beteiligten eine bleibende Erinnerung sein wird.

Bürgermeister Dr. Martin Mertens würdigte in seiner Festrede die Bedeutung der Bruderschaften für die Entwicklung der drei Orte. Ihre Geschichte sei zugleich ein Stück Orts-, Kirchen- und Gesellschaftsgeschichte. Über mehr als sieben Jahrhunderte hätten sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert – geblieben sei jedoch die Bedeutung der Gemeinschaft.

„Gemeinschaft entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen am selben Ort leben. Sie entsteht dadurch, dass sie sich füreinander verantwortlich fühlen“, betonte Mertens.

Auch auf den tiefen Einschnitt durch den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Neuorganisation der Bruderschaften ging der Bürgermeister ein. 1949 blieb die Gesamtbruderschaft zunächst bestehen, bevor sich die Sektionen Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel zunehmend eigenständig organisierten. Sie erhielten eigene Vorstände und eigene Schützenkönige.

Aus einer gemeinsamen Organisation wurden damit drei eigenständige Bruderschaften, die ihre gemeinsame Herkunft jedoch nie aus den Augen verloren. Der damalige Präses Pfarrer Josef Zander brachte dieses Verhältnis mit einem bis heute gültigen Satz auf den Punkt: „Getrennt feiern, vereint schlagen!“
Bürgermeister Dr. Martin Mertens würdigte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Bruderschaften für die Entwicklung der drei Orte. Ihre Geschichte sei zugleich ein Stück Orts-, Kirchen- und Gesellschaftsgeschichte. Über mehr als sieben Jahrhunderte hätten sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert – geblieben sei jedoch die Bedeutung der Gemeinschaft.

„Gemeinschaft entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen am selben Ort leben. Sie entsteht dadurch, dass sie sich füreinander verantwortlich fühlen“, betonte Mertens.

Auch auf den tiefen Einschnitt durch den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Neuorganisation der Bruderschaften ging der Bürgermeister ein. 1949 blieb die Gesamtbruderschaft zunächst bestehen, bevor sich die Sektionen Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel zunehmend eigenständig organisierten. Sie erhielten eigene Vorstände und eigene Schützenkönige.

Aus einer gemeinsamen Organisation wurden damit drei eigenständige Bruderschaften, die ihre gemeinsame Herkunft jedoch nie aus den Augen verloren. Der damalige Präses Pfarrer Josef Zander brachte dieses Verhältnis mit einem bis heute gültigen Satz auf den Punkt: „Getrennt feiern, vereint schlagen!“

Beim Festkommers mit vielen Ehrengästen widmete sich Pfarrer Dr. Meik Schirpenbach wie schon tags zuvor in seiner Predigt in der Pfarrkirche St. Martinus dem Begriff der Tradition, die nicht als starres Beharren zu verstehen sei. Vielmehr bestehe Tradition darin, „etwas aufzugreifen und auf andere Weise fortzuführen. „Immer wieder neu anzufangen“, sei auch der Kern der christlichen Osterbotschaft, betonte der Geistliche.

Neben den Bundestagsabgeordneten Carl-Philipp Sassenrath und Daniel Rinkert, war die Landtagsabgeordnete Heike Troles ebenso mit von der Partie wie die stellvertretende Landrätin Sandra Lohr.

Last but not least waren bei allen Terminen natürlich auch die Königspaare der drei Bruderschaften präsent: Mit ihrem Königspaar Christopher und Anna von der Warth stellt die Frixheimer Bruderschaft im Jubiläumsjahr zugleich auch das Nettesheimer Bezirkskönigspaar. Erst vor wenigen Wochen angetreten haben ihr Amt Peter Herzogenrath und Jennifer Kolpin (Anstel) sowie Markus und Manuela Holz (Nettesheim-Butzheim).

Heike Troles konnte den drei Brudermeistern im Namen von Ministerpräsident Hendrik Wüst die Ehrenplakette des Landes NRW . Auch Walter Honerbach, Kölner Diözesanmeister des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften hatte für das Trio eine hohe Auszeichnung in petto.

Auch das festliche „Outdoor-Programm“ fand große Resonanz bei der Bevölkerung: Nach dem Festgottesdienst in der nahezu restlos gefüllten Pfarrkirche wurde unter dem Kommando von Oberst Peter Becker am Ehrenmal an der Ortsgrenze von Nettesheim und Butzheim der Große Zapfenstreich abgehalten.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Vicent Langenbach (Frixheim) und Armin Rothermundt (Anstel) sorgte Becker für ein stattliches „Einheits-Regiment“ der drei Jubiläums-Bruderschaften, das auf der Wasserburgstraße in Anstel eine zackige Parade vor einem einmal mehr stattlichen abhielt, ehe die Feierlichkeiten im Frixheimer Festzelt ausklangen.