Mertens und Sieben diskutieren über Strukturwandel: Stromversorgung aktuell nicht gesichert
Rommerskirchen Bürgermeister Dr. Martin Mertens hat jetzt im Rathaus der Gemeinde erneut seinen Jüchener Amtskollegen Philipp Sieben willkommen heißen.
Im Rahmen des Meinungsaustauschs vereinbarten die beiden, die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren. Dies gilt, abgesehen von der Bauaufsicht – für Rommerskirchen ist hier die Stadt Jüchen zuständig – vor allem für den Strukturwandel.
Dieser stellt nicht allein Rommerskirchen und Jüchen vor große Herausforderungen. Mertens verwies bei dem Gespräch erneut auf „die nicht hinreichend gesicherte Stromversorgung“. Der Ausbau erneuerbarer Energien allein reiche bei weitem nicht aus, um eine jederzeit zuverlässige Versorgung sicherzustellen. Gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region und die Ansiedlung neuer Unternehmen komme es darauf an, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Energie dauerhaft zu gewährleisten, waren sich beide Politiker einig. Die Kommunen müssten deshalb die weitere Entwicklung der Energieinfrastruktur nicht nur höchst aufmerksam begleiten, sondern ihre Interessen gegenüber den zuständigen Stellen nachdrücklich vertreten.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Krankenhaus- und Gesundheitsversorgung im südlichen Rhein-Kreis Neuss. Beide Bürgermeister betonten, wie wichtig es sei, hier neue und bessere Strukturen zu schaffen. Gemeinsam wollen Rommerskirchen und Jüchen an der Erarbeitung von Lösungen (Stichwort „MedCampus“) mitwirken, die eine langfristig gesicherte, moderne und bürgernahe Versorgung gewährleisten.
INFO
Während Martin Mertens nach seiner dritten, gewonnenen Wahl 2025 inzwischen dienstältester Bürgermeister im Rhein-Kreis Neuss ist, wurde Philipp Sieben als parteiloser Kandidat, der 2025 als parteiloser Kandidat für die SPD kandidierte, erstmals zum Jüchener Bürgermeister gewählt. Zu seinen beruflichen Stationen zählen die Kreisverwaltung Heinsberg, das Ordnungs- und Liegenschaftsamt der damaligen Gemeinde Jüchen sowie leitende Tätigkeiten in mehreren Städten. Bis 2025 war er als Leitender Regierungsdirektor und Hauptdezernent bei der Bezirksregierung Köln tätig.
