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Hildegard Essel ist neue Erntekönigin

Hildegard Essel ist die neue Erntekönigin. Beim Erntedankfest der evangelischen Kirchengemeinde trat die Eckumerin jetzt die Nachfolge von Doris Gogol an.
Zur Krönungszeremonie am Rathaus fanden sich erneut zahlreiche interessierte Gäste ein, die anschließend auch – am diesmal – verkürzten – Umzug teilnahmen. Gut ein halbes Dutzend Traktoren begleiteten diesen, während die Nettesheimer Blechbläser um Markus Quodt den musikalischen Part übernahmen.
Basis des Erntedanks ist der christliche Glaube, wie der langjährige Pfarrer Thomas Spitzer sagte: „Der Glaube gibt uns die Möglichkeit, für das Glück, das wir erfahren zu danken.“

Für den diesmal verhinderten Bürgermeister Dr. Martin Mertens hieß Kulturamtsleiterin Nicole Musiol die Gäste willkommen. Sie erinnerte daran, dass Thomas Spitzer 2011 der Initiator des Erntedankfests war, als ihn bei einem Besuch der brandenburgischen Partnergemeinde Karstädt eine dort traditionelle Erntekrone derart beeindruckt hatte, dass schon ab 2012 das Fest auch in Rommerskirchen gefeiert wurde.

„Das Wort ,Danken‘ hat die gleiche sprachliche Wurzel wie das Wort ,Denken‘. Wer dankt, denkt nach. Wer dankt, erinnert sich“, sagte Nicole Musiol. Das Erntedankfest
auch daran, dass unsere Nahrung nicht nur ein Agrarprodukt ist, sondern eine Gabe Gottes. Es ist ein gutes Zeichen, dass die Landwirte und die Kirchen dieses Bewusstsein wachhalten, indem sie jedes Jahr im Herbst Erntedank feiern“, so die Leiterin des Kulturamts.
Illustriert werde der Sinn des Fests in einem auch als Kirchenlied gesungenen Gedicht vom Matthias Claudius, das den Vers enthält: „Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.“

Auch die millionenfache Unterernährung und die Klimakrise sprach sie an, Probleme, die sich noch verschärfen werden, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre.
Auch wenn diese Krisen weder im Alleingang noch auf kommunaler Ebene zu lösen seien, gelte: „ Jeder Einzelne von uns kann darüber darüber nachzudenken, welchen Beitrag er oder sie dazu leisten kann, dass sie wirksam angegangen werden können“, sagte sie unterv Hinweis, dass der abschließende Erntedankgottesdienst in der Samariterkirche „eine gute Gelegenheit für dieses Nachdenken“ biete.

Zugleich verwies Nicole Musiol darauf, dass die Partnerschaft mit Karstädt seit mittlerweile 35 Jahren bestehe. Mandy Pfeiffer vom Kulturamt verlas ein Grußwort aus Brandenburg schickte Angela Hüter, die Ortsvorsteherin von Karstädt, die gleichfalls an der Teilnahme verhindert war. Sie erinnerte u.a. an die 700-Jahrfeier des Ortsteils Blüthen im vergangenen Jahr, der gemeinsam mit Gästen aus Rommerskirchen gefeiert wurde. „Es war eine fröhliche und ungezwungene Zeit, bei der wir erlebt haben, das rheinische Lebensfreude und Prignitzer Gastfreundschaft ganz wunderbar zusammenpassen.“

Die ersten 35 Jahre der Partnerschaft mit Karstädt sollen Anfang Januar beim Neujahrsempfang der Gemeinde gebührend gewürdigt werden: Erwartet werden dazu auch Gäste aus Karstädt selbst.