Ortsteilreport (10): Bauen in „Hofstrukturen“
Es gibt die großen Projekte, die in der Gemeindeverwaltung mit Blick auf Zukunft gestaltet werden. Und über die viel diskutiert wird. Daneben findet aber auch viel Arbeit und Engagement mit kleineren Projekten in allen Ortsteilen statt. Oft Dinge, die den Einwohnern vor Ort sehr am Herzen liegen. Bauhof, Tiefbauamt, aber zum Beispiel auch das Familienbüro leisten hier – oft ganz im Stillen – hervorragende Arbeit. Hier eine kurze Bilanz für Gill und Rommerskirchen.
An diesem Wochenende war er der Mittelpunkt des Geschehens, der Treffpunkt für Bürger und Schützen: der Dorf- und Festplatz, der seit vier Jahren Feiern und Feste erst so richtig schön macht. Wenn das Schützenfest abgeschlossen ist, wenn Festzelt und Jahrmarktsbuden verschwunden sind, dann geht es dort weiter mit „Rommersfood“ und Oktoberfest.
Gepflegt wird der Platz natürlich vom gemeindeeigenen Bauhof. Es stehen aber auch größere Maßnahmen an: Das Nachhaltigkeitsmanagement, in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement, bereitet Maßnahmen („Mini“-Wald“) vor, die in Kürze ausführlich vorgestellt werden sollen.
Martin Bender vom Tiefbauamt weist zudem darauf hin, dass auch in Rommerskirchen und Gill die Straßenlaternen auf LED-Technik umgestellt werden. Für Stromersparnis und Umweltschutz. Bauhofleitung Marcel Momburg spricht zudem die Überprüfung des Baumbestandes in beiden Ortsteilen an.
Wichtig für Gill: Die Gemeinde beabsichtigt, die Flächen des Bebauungsplanes „Giller Höfe“ als Wohngebiet zu entwickeln. „Auf diese Weise wird der stetig anhaltenden Nachfrage nach Wohnbauland nachgekommen“, so Bürgermeister Dr. Martin Mertens. Stadträumlich soll durch die geplante Bebauung zudem eine südliche Arrondierung des Siedlungsgebietes erfolgen.
Das städtebauliche Konzept sieht neben grundgebundenen Wohnformen wie Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern auch vor, dass ein großer Teil der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern untergebracht wird (wir berichteten). Die in der Region verbreitete Gebäudetypologie des „Hofes“ soll das städtebauliche Erscheinungsbild und den Charakter des neuen Quartiers maßgeblich prägen.
Die geplanten Hofstrukturen sollen sich sowohl aus Mehrfamilienhäusern
als auch aus grundgebundenen Wohnformen zusammensetzen und bieten
ideale Voraussetzungen für die Etablierung neuer Wohnformen wie Mehrgenerationenwohnen und die Unterbringung von gefördertem Wohnungsbau (siehe Gebäude-Skizze).
