Logo und Motto der Gemeinde Rommerskirchen

Für Hase, Fasan und Rebhuhn: Sicherer Unterschlupf mit Wasser

Noch in diesem Jahr sollen rund 5.000 Quadratmeter im Bereich des ehemaligen Hohlweges nahe Frixheim naturnah gestaltet werden. Die Fläche soll, vom bestehenden Buschwerk aus, an den Rändern mit jeweils halbhohen Büschen eingegrenzt werden. In der Mitte soll ein Blühstreifen für viel Insektenaktivität sorgen.

Im Rahmen der Erweiterung der Hochspannungstrassen („Amprion“) fiel auf, dass die Parzelle des ehemaligen Hohlweges wesentlich größer ist, als man vor Ort erkennen konnte. Die Gemeinde wurde aktiv, holte die Stiftung „Rheinische Kulturlandschaft“ ins Boot und gemeinsam entwickelte man das Projekt, das in diesem Herbst nun Realität werden soll.

Entstehen soll ein Blühstreifen, der den ökologischen Wert insbesondere für Bodenbrüter deutlich erhöht, indem er die Unruhe durch Spaziergänger, Hunde sowie zum Beispiel durch Befahren mit landwirtschaftlichen Maschinen deutlich reduziert.

Winfried Bender (80), Jagdaufseher und leidenschaftlicher Naturfreund, der in der Region immer wieder unterwegs ist, feiert dieses Konzept. Schon jetzt hat er in dem bestehenden Buschwerk eine „Wasserstation“ eingerichtet, die von Rehwild, Hasen, Kaninchen, Fasan und auch vom „Vogel des Jahres“, dem Rebhuhn (gerade an diesen heißen Tagen) genutzt wird.

Das Rebhuhn ist übrigens vom Aussterben bedroht. Restpopulationen werden deshalb gehegt und gepflegt. „Nur durch Zusammenarbeit von Gemeinde, Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz kann das Projekt im Revier Anstel/Frixheim realisiert werden“, betont Bender.

Die Stiftung „Rheinische Kulturlandschaft“ wird die Anpflanzung für 30 Jahre pflegen. Die Gemeinde Rommerskirchen wird rund 150.000 Euro bereitstellen.