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Halbzeitbilanz der Schützenfestsaison

Mit dem Schützenfest der St. Sebastianus-Bruderschaft Frixheim endete am ersten Juli-Wochenende traditionell die erste „Halbzeit“ der Schützen- und Volksfestsaison am Gillbach. Grund genug, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen, die durchaus auch von der sommerlichen Rekordhitze geprägt ist, die im Juni zu verzeichnen war.

„Hitzeschlachten“ hat etwa die St. Sebastianus-Bruderschaft Oekoven alljährlich im Juni (und früher im August) zwar nahezu regelmäßig zu schlagen, Ende Juni dürfte es in dieser Hinsicht jedoch wohl nur noch schwer zu toppen sein. „Es war sehr heiß, aber auch sehr schön“, merkt Lothar Gross, seit mehr als einem Jahrzehnt amtierender Brudermeister, trocken an. Zwar habe es nicht ganz so viele Besucher gegeben wie ansonsten üblich, dennoch fällt seine Bilanz angesichts der wie immer guten Stimmung beim Schützenfest positiv aus. Dies gilt nicht zuletzt auch angesichts der Tatsache, dass die stets wichtige Frage, wer im kommenden Jahr das Königsamt übernehmen werde, auch diesmal erfolgreich geklärt werden konnte.

Etwas besorgter klingt Matthias Schlömer, bis 2021 mehr als 30 Jahre lang Präsident der Frixheimer St. Sebastianus-Bruderschaft und nach wie vor Präsident der „Wilden 13“, der „Präsidentenrunde“ in der Gemeinde, in der sich die Chefs der je sechs Schützenvereine und -bruderschaften zum regelmäßigen Meinungsaustausch treffen.

„Es wird immer schwieriger zu feiern. Die Leute haben die Auswahl, jede Woche woanders hinzugehen“, zeigt sich Schlömer besorgt über eine sich seit Jahren abzeichnende Entwicklung. Dadurch sei auch „der Besuch etwas rückläufiger“, doch täten die Vereine und Bruderschaften alles ihnen Mögliche um dagegen zu halten. Dies gilt etwa für die gegenseitigen Besuche bei den Schützenfesten: „Die Vereine unterstützen sich da in hervorragender Weise“, betont Schlömer.

Weiter geht es im Rommerskirchener Schützenfest-Reigen mit dem Volks- und Heimatfest der St. Hubertus-Schützen in Vanikum, das vom 22. bis 25. August auf dem Programm steht. Nach dem Ende der regulären Saison, die stets am letzten September-Wochenende mit dem Schützenfest von Widdeshoven-Hoeningen ausklingt, gibt es diesmal noch eine nicht gerade alltägliche „Verlängerung“: Vom 2. Bis 4. Oktober nämlich feiern die drei inzwischen getrennt marschierenden, doch einer historischen Wurzel entstammenden St. Sebastianus-Bruderschaften aus Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel – gleichsam auf halber Strecke – auf dem Frixheimer Festplatz ihr 725-Jahr-Jubiläum mit einem umfangreichen Programm.

„ Ohne die Schützen wäre das gesellschaftliche Leben in Rommerskirchen weitaus ärmer. Rommerskirchen ist eine Schützenfest-Hochburg und wird es bleiben, da bin ich mir sicher“, sagt Bürgermeister Dr. Martin Mertens. „Ich kann nur alle bislang Unentschlossenen ermuntern, in ihren Ortschaften die Feste zu besuchen und mitzufeiern.“