Hitzeschutz für Florianer und Bürger: Kühlwagen für die Feuerwehr
Feuerwehreinsatz während der Hitzetage: Ein junger Brandschützer eilte quasi – ohne „Hydration Break“ direkt von der Arbeitsstelle an den Einsatzort. Die schwere Schutzkleidung, die Löschgeräte und die zusätzliche Gluthitze des zu bekämpfenden Brandes überforderten den Kreislauf, so dass der Feuerwehrmann kollabierte. „Dieser Vorfall hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig eine zuverlässige Getränkeversorgung und ausreichende Erholungsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte sind“, betont Feuerwehr-Chef Daniel Krey.
Die Feuerwehr Rommerskirchen hat inzwischen gehandelt und einen Kühlanhänger beschafft, um bei größeren und länger andauernden Einsatzlagen die Versorgung von Einsatzkräften sowie betroffenen Personen mit gekühlten Getränken sicherzustellen.
Hintergrund der Anschaffung sind insbesondere die zunehmenden Belastungen durch extreme Temperaturen und anhaltende Hitzewellen. Mit Einsätzen bei Temperaturen von rund 40 Grad muss in Zukunft immer wieder gerechnet werden.
Der neue Kühlanhänger kann künftig bei Großschadenslagen, langwierigen Einsätzen und anderen besonderen Einsatzsituationen eingesetzt werden. Krey weiter: „Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Bedarf eine größere Anzahl betroffener oder zu betreuender Personen mit gekühlten Getränken zu versorgen.“
Das Szenario ist bekannt: Ein ICE bleibt wegen Problemen mit der Klimaanlage mitten auf der Strecke liegen. Die Fahrgäste dürfen aber nicht aussteigen, weil auf den Gleisen ihre Sicherheit nicht mehr gegeben ist. „Die Passagiere müssten von uns versorgt und betreut werden“, macht der Leiter der Feuerwehr deutlich. Ausreichend kühles Wasser, vor allem aber wegen der Elektrolyte auch Eistee (die Pfirsich-Variante soll leckerer als die mit Zitrone sein) und Säfte werden dort bereitgehalten.
Natürlich wird dieser Kühlanhänger nicht bei jedem Ausrücken mitgenommen. Der Einsatzleiter vor Ort kann ihn aber je nach Lage schnell anfordern.
Die Folierung des Anhängers wurde übrigens vollständig in Eigenregie durch Mitglieder der Feuerwehr Rommerskirchen durchgeführt. Durch dieses Engagement konnten zusätzliche Kosten (um die 2.000 Euro) eingespart werden.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens betont zufrieden: „Mit der Anschaffung des Kühlanhängers investiert die Feuerwehr Rommerskirchen gezielt in den Gesundheitsschutz, die Sicherheit und die dauerhafte Einsatzfähigkeit ihrer Einsatzkräfte.“
