Bauspielplatz an neuem Standort
Pünktlich zu Beginn der neuen „Saison“ hat der Bauspielplatz an der Gillbachschule einen Standortwechsel vollzogen. Zu finden ist er jetzt nicht mehr hinter der Schule- dort ist bekanntlich der Anbau geplant – sondern auf dem Gelände links vor dem Gebäude. Bei sonnigem Wetter ließen es die „Zielgruppe“ nicht an Resonanz fehlen: Zahlreiche Kinder fanden sich auf dem Bauspielplatz ein und betätigten sich als begeisterte Nachwuchs-Zimmerleute. Entstanden war die Idee eines permanent eingerichteten und vom Frühjahr bis in den Herbst hinein zugänglichen Bauspielplatzes vor knapp einem Jahrzehnt, ehe sie 2018 realisiert wurde.
Zugrunde lag die weitaus ältere Erfahrung, dass bei den sommerlichen Ortsranderholungen ungeachtet des sonstigen Programms der Bauspielplatz stets die Attraktion schlechthin war: Mindestens die Hälfte aller Kinder – längst galt dies auch damals schon für Mädchen – wurde dann geradezu magnetisch vom Bauspielplatz angezogen, auf dem innerhalb weniger Tage regelrechte Städte aus kunstgerecht gefertigten Bretterbuden entstanden.
Damit, dass diese einen oder zwei Tage später abgerissen werden müssen, war dann 2018 mit dem dauerhaft eingerichteten Bauspielplatz Schluss. Anna Fassbender, seit kurzem Leiterin der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Rommerskirchen, zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch. Beim sprichwörtlichen „Flöhehüten“ auf dem Bauspielplatz geht ihr ein Team von Jugendlichen zur Hand, die ansonsten auch in den Jugendhäusern GIL’ty und JUST-in in Butzheim und Rommerskirchen aktiv sind und großteils auch über Erfahrungen bei den Ortsranderholungen verfügen.
Geöffnet sein wird der Bauspielplatz jeweils freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr, und zwar „von O bis O“ wie Anna Fassbender sagt: Geöffnet wird der Bauspielplatz stets nach Ostern und bei entsprechender Witterung können Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren es bis in den Oktober hinein wahrnehmen.
Die Einrichtung des Bauspielplatzes kostete 2018 18.000 Euro. Die laufenden Kosten liegen nach den Worten von Familienbüro-Leiterin Monika Lange bei etwa 5000 Euro jährlich, wobei sie vom Kreisjugendamt, der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf und der Gemeinde bestritten werden.
Immer wieder gern gesehen sind „Baumaterial-Spenden“, zumeist in Form ausrangierter Holzpaletten, die überwiegend von heimischen Unternehmen stammen.
Auf dem Bauspielplatz tatkräftig zu Werke ging jetzt auch Bürgermeister Dr. Martin Mertens, der sich gemeinsam mit seinem Sohn Leopold dem Budenbaubau widmete.
„Es ist schön zu sehen, dass der Bauspielplatz auch nach fast zehn Jahren nichts von seiner Anziehungskraft für den Kinder verloren hat – was freilich angesichts aller bisherigen Erfahrungen auch zu erwarten war. Holzspenden sind übrigens immer wieder gern gesehen“, so der Bürgermeister.
