Energiewende aktiv gestalten – Ausbau erneuerbarer Energien mit Augenmaß
Rommerskirchen Die Gemeinde Rommerskirchen unterstützt grundsätzlich den Ausbau erneuerbarer Energien und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv für eine nachhaltige Energieversorgung. Gleichzeitig setzt sich die Kommune für einen ausgewogenen und fair verteilten Ausbau ein, der sowohl die Klimaziele als auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens betont, dass Rommerskirchen bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leistet. Neben dem Ausbau der Solarenergie und der Beteiligung am regionalen Strommarkt setzt die Gemeinde auf innovative Modelle, bei denen Strom aus erneuerbaren Quellen möglichst direkt in der Region genutzt wird. Ziel ist es, lokale Erzeuger und Verbraucher enger miteinander zu verbinden und die Energiewende vor Ort konkret erlebbar zu machen. „Strom, erzeugt von Rommerskirchenern, für Rommerskirchener – so geht die Energiewende“, erklärte Bürgermeister Mertens im Zusammenhang mit dem regionalen Strommarktprojekt.
Auch beim Ausbau der Windenergie hat Rommerskirchen bereits Verantwortung übernommen. Derzeit befinden sich sieben große Windenergieanlagen im Gemeindegebiet, die bereits heute deutlich mehr Strom produzieren, als die Gemeinde selbst verbrauchen kann. Damit trägt Rommerskirchen bereits jetzt dazu bei, auch umliegende Kommunen mit erneuerbarer Energie zu versorgen.
Gleichzeitig weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass die Belastungsgrenze für weitere Anlagen sorgfältig geprüft werden muss. Insbesondere die aktuellen Planungen im Bereich des Muhrentals werden kritisch gesehen. Bürgermeister Mertens macht deutlich, dass die Gemeinde nicht grundsätzlich gegen Windenergie ist, sich jedoch gegen eine übermäßige Konzentration von Anlagen in einzelnen Kommunen wehrt. Nach Auffassung der Gemeinde müssen Ausbauziele gerecht zwischen den Regionen verteilt werden.
Die Gemeinde Rommerskirchen setzt sich daher dafür ein, dass beim weiteren Ausbau der Windenergie sowohl Naturschutzbelange als auch die Lebensqualität der Bevölkerung angemessen berücksichtigt werden. Ziel sei es, ein „Zupflastern der Landschaft“ zu vermeiden und gleichzeitig konstruktiv an Lösungen für die Energiewende mitzuwirken.
Darüber hinaus ist Rommerskirchen seit Jahrzehnten auch ein bedeutender Energiestandort der konventionellen Stromerzeugung. Ein Teil des größten Braunkohlekraftwerks Deutschlands liegt ebenfalls auf Rommerskirchener Gebiet. Im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier wird sich diese Situation in den kommenden Jahren verändern. Im Rahmen der Planungen zum sogenannten Kraftpark Nordrevier verfolgt die Gemeinde gemeinsam mit Partnern das Ziel, neue Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien im Bereich klimafreundlicher Energie- und Industrietechnologien anzusiedeln. Dabei sollen auch innovative Energiekonzepte eine Rolle spielen, etwa im Zusammenhang mit möglichen neuen Kraftwerksstrukturen und moderner Energieinfrastruktur.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die Gemeinde Rommerskirchen eine klare Strategie: Die Energiewende soll aktiv unterstützt werden, gleichzeitig aber mit Augenmaß erfolgen. Dazu gehört sowohl der Ausbau erneuerbarer Energien als auch die Entwicklung neuer wirtschaftlicher Perspektiven für die Region.
„Die Energiewende ist eine große gesellschaftliche Aufgabe. Rommerskirchen leistet dazu bereits heute einen erheblichen Beitrag. Wichtig ist jedoch, dass dieser Beitrag ausgewogen bleibt und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wird“, so Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
