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Erste Gillbach-Stelen aufgestellt – Auftakt für Informationsreihe entlang des Gillbachs

09.03.2026 | Pressemitteilung

Rommerskirchen Die Gemeinde Rommerskirchen hat in der vergangenen Woche die ersten vier Gillbach-Stelen entlang des Gillbachs aufgestellt. Sie bilden den Auftakt einer größeren Informationsreihe, die künftig entlang des Bachlaufs entstehen soll. Ziel des Projekts ist es, den Gillbach als Naturraum, Geschichtszeugnis und identitätsstiftendes Element der Gemeinde sichtbar zu machen.

Die Inhalte der Stelen wurden von der Arbeitsgruppe Gilbach erarbeitet. Unterstützt wurde der Arbeitskreis dabei vom Wirtschaftsbüro der Gemeinde, insbesondere aus dem Bereich Strukturwandel. Gemeinsam entstand ein Konzept, das sowohl die historische Entwicklung des Gillbachs als auch seine ökologische Bedeutung und seine Rolle für das gesellschaftliche Leben in der Region beleuchtet.

Die neuen Stelen informieren Spaziergängerinnen und Spaziergänger über verschiedene Themen rund um den Bach. Neben der Geschichte des Gillbachs werden auch Flora und Fauna entlang des Gewässers vorgestellt. Darüber hinaus greifen die Stelen auf, welche Bedeutung der Gillbach für die Identität der Region hat.

So wird beispielsweise auch die Verbindung zur lokalen Vereinslandschaft deutlich. Schützenzüge und Vereine, die sich auf den Gillbach beziehen oder ihren Namen daraus ableiten, werden ebenfalls erwähnt. Dazu zählen unter anderem die Gillbach-Jäger 2001, der aktuelle Kronprinzenzug des Bürgerschützenvereins Rommerskirchen.

Mit der Aufstellung der ersten vier Stelen beginnt nun der Aufbau einer größeren Reihe von Informationspunkten entlang des Gillbachs. Weitere Stelen sind bereits geplant und sollen künftig zusätzliche Aspekte der Geschichte, Natur und Bedeutung des Gillbachs – auch in kindgerechter Form – aufgreifen.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist dabei der „Gillbold“-Erzählpfad, der sich gezielt an Kinder richtet. Die Figur des Gillbach-Kobolds Gillbold begleitet junge Besucherinnen und Besucher entlang des Weges und erzählt ihnen auf unterhaltsame Weise Geschichten über den Bach, die Natur und die Geschichte Rommerskirchens. So stellt sich Gillbold beispielsweise selbst vor: Er lebe schon seit Jahrhunderten am Ufer des Gillbachs und habe miterlebt, wie sich Natur, Tiere und das Leben der Menschen rund um den Bach entwickelt haben.

In kurzen, kindgerechten Episoden berichtet er etwa von den Römern in Rommerskirchen, von der Landwirtschaft entlang des fruchtbaren Lössbodens oder von besonderen Ereignissen wie dem Eckumer Entenrennen am Gillbach.

„Wir freuen uns, dass wir die Stelen nach dem anhaltenden Winter jetzt endlich in den Boden bringen konnten“, erklären die Strukturwandelmanagerin Karolin Gathen und Strukturwandelmanager Florian Plück.

Bürgermeister Dr. Martin Mertens dankt allen Beteiligten für ihr Engagement:

„Mein besonderer Dank gilt dem Fachbereich Strukturwandel der Gemeinde sowie der Arbeitsgruppe Gilbach, die dieses Projekt mit großem Einsatz vorangebracht haben. In der Arbeitsgruppe engagieren sich sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Mitglieder des Rates unserer Gemeinde. Dieses breite Engagement aus der Bevölkerung zeigt, wie wichtig der Gillbach für viele Menschen in Rommerskirchen ist.“

Zugleich verweist der Bürgermeister darauf, dass die Beschäftigung mit dem Gillbach auch über das Informationsprojekt hinaus eine wichtige Zukunftsfrage berührt:

„Der Gillbach ist nicht nur ein Naturraum und Teil unserer Geschichte, sondern auch ein Thema für die Zukunft unserer Region. Ein großer Teil des Wassers, das heute im Gillbach fließt, stammt aus Kühlwasser der Kraftwerke in Niederaußem. Sollte die Braunkohleverstromung – wie derzeit geplant – um das Jahr 2032 enden, wird dieses Wasser voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Umso wichtiger sei es, bereits heute Lösungen zu entwickeln, wie der Gillbach auch langfristig mit Wasser versorgt werden kann. „Gemeinde, Politik, Fachleute und engagierte Bürgerinnen und Bürger arbeiten bereits gemeinsam an Perspektiven für die Zeit nach der Braunkohle. Auch die Arbeitsgruppe Gilbach bringt sich in diese Überlegungen ein“, so Mertens.

Abschließend betont der Bürgermeister:

„Ich kann nur alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich weiterhin einzubringen. Der Gillbach ist ein Stück Heimat für viele Menschen in Rommerskirchen. Mein herzlicher Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die an diesem gelungenen Stelenprojekt mitgewirkt haben.“