Haushalt 2026: Schwarze Null zum Haupt- und Finanzausschuss
Die Gemeinde Rommerskirchen geht mit einem ausgeglichenen Haushaltsentwurf in den Haupt- und Finanzausschuss am kommenden Donnerstag, 5. Februar.
Dieser Ausschuss ist – wie seit Jahrzehnten bewährt – das zentrale Gremium, in dem letztmalig Veränderungen eingepreist, diskutiert und auch Sparvorschläge für den Haushalt beraten werden können.
Nach Abschluss des Haupt- und Finanzausschusses wird der Haushaltsentwurf final für die Haushaltssitzung des Rates am 26. Februar festgestellt, sodass dort abschließend über den Haushalt abgestimmt werden kann. Dieses seit vielen Jahren etablierte Verfahren wird auch in diesem Jahr konsequent angewendet.
Bis zum Dienstag, 3. Februar, 15 Uhr sind allerdings keinerlei konkrete Sparvorschläge aus den Fraktionen bei der Verwaltung eingegangen – auch wenn solche Vorschläge im Vorfeld öffentlich und medial thematisiert und sogar diverse Fragen zum Haushalt gestellt wurden. Formale Anträge oder belastbare Vorschläge zu Einsparungen aus der Politik liegen bislang nicht vor.
Ungeachtet dessen ist es der Kämmerin der Gemeinde Rommerskirchen, Susanne Garding-Maak, und ihrem Team in einer außergewöhnlichen, unermüdlichen Kleinarbeit gelungen, für das Haushaltsjahr 2026 eine schwarze Null zu planen. Der aktuelle Entwurf weist einen geringen Überschuss von 7.400 Euro aus – bei einem Gesamtvolumen des Haushalts von 52,3 Millionen Euro.
Es handelt sich damit zwar um eine schwarze Null, allerdings um eine sehr dünne schwarze Null, die keinerlei Spielräume zulässt.
Möglich wurde dies unter anderem durch eine mit dem Rechnungsprüfungsamt abgestimmte finanztechnische Alternative, mit der eine Haushaltslücke von rund 200.000 Euro geschlossen werden konnte, die durch einen gemeinsamen Antrag von CDU, Grünen und SPD entstanden war. Dieser Antrag hatte eine geringere Steuererhöhung vorgesehen, als für den Haushaltsausgleich benötigt worden war.
Darüber hinaus hat die Kämmerin globale Sparmaßnahmen mit großer Konsequenz umgesetzt, um den Haushaltsausgleich zu sichern. Diese Maßnahmen waren notwendig, um trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen genehmigungsfreien Haushaltsentwurf vorzulegen.
Bürgermeister Dr. Martin Mertens würdigt die Leistung der Kämmerin ausdrücklich:
„Susanne Garding-Maak ist der Fels in der Brandung in einer Zeit, in der auf allen Ebenen immer neue Ausgaben entstehen. Ich bin sehr dankbar, dass wir eine so sparsame, sorgfältige und verantwortungsbewusste Kämmerin haben. Es ist ihr Verdienst, dass wir nun mit einem ausgeglichenen Haushaltsentwurf in den Haupt- und Finanzausschuss gehen können.“
Zugleich macht der Bürgermeister deutlich, dass dieser Entwurf keinen Raum für zusätzliche Wünsche oder Sonderprojekte lässt:
„Dieser Haushalt lässt keinerlei Spielraum für Sperenzchen. Umso mehr bleibt der Wunsch und die klare Aufforderung an die Politik bestehen, doch noch konkrete Sparvorschläge einzubringen. Jeder Euro, der aus der schwarzen Null ein kleines schwarzes Plus macht, hilft uns, zumindest minimale Rücklagen zu bilden.“
Sparen sei aufwendig und politisch oft unbequem, so der Bürgermeister weiter. Dennoch gehöre es zur genuinen Aufgabe des Rates, gemäß Gemeindeordnung an einem ausgeglichenen Haushalt mitzuwirken.
Die Verwaltung zeigt sich stolz, dass es gelungen ist, mit einer schwarzen Null in den Haupt- und Finanzausschuss zu gehen. Gleichzeitig bleibt die Tür ausdrücklich offen für konstruktive Vorschläge aus der Politik – im Interesse der finanziellen Stabilität der Gemeinde Rommerskirchen.
