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Corona: Finanzhilfe für die Unternehmen

 

Um kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern und  der Corona-Krise zu unterstützen, hat die Bundesregierung umfangreiche Hilfspakete versprochen. Die „Corona-Soforthilfe“ richte sich dabei vor allem an Kleinstunternehmen und Soloselbstständige. Ein entsprechender Antrag werde am 27. März im Laufe des Tages auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums online gestellt. Darauf wies jetzt noch einmal Wirtschaftsförderin Alina Gries hin. Das Land stellt darüber hinaus den Unternehmen umfangreiche Angebote zur Verfügung:

Bürgschaften: In Nordrhein-Westfalen stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72- Stunden-Expressbürgschaft.

Bürgschaftsbank: Für Kontokorrent-Linien bis 100.000 Euro  wird das Wirtschaftsministerium über die Bürgschaftsbank NRW 90 prozentige Bürgschaften in einem Schnellverfahren mit nur einem Tag Bearbeitungszeit anbieten, sobald dieses vom Bundesministerium der Finanzen die Freigabe dafür bekommt.

KfW-Kredite: Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Euro schaffen weitere Erleichterung für die Wirtschaft. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe.

Steuerstundungen: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest Möglich aus. Für Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung unter https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

Entschädigungen für Quarantäne: Sollte wegen des Corona- Virus ein Tätigkeitsverbot, z.B. Quarantäne, ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe beantragen. Das gleiche gilt, wenn Sie als Selbstständige/r oder als Freiberufler/in einen Verdienstausfall erleiden, weil Sie unter Quarantäne gestellt wurden. So sieht es das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten vor – vorausgesetzt, das Gesundheitsamt hat die Isolation angeordnet. Bemessen wird die Höhe der Entschädigung an den letzten Jahreseinnahmen, die Sie Ihrem Finanzamt übermittelt haben (mit dem Finanzamt können Sie darüber hinaus auch über eine neue Bemessung der Vorauszahlung besprechen, wenn Sie Umsatzeinbußen zu befürchten haben). Dauert die Quarantäne länger als sechs Wochen an, so sinkt die Entschädigung auf die Höhe des gesetzlichen Krankengeldes ab. Mehr unter https://www.lwl.org/pressemitteilungen/nr_mitteilung.php?urlID=50337

Beteiligungskapital für Kleinunternehmen: Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Kurzarbeitergeld: Haben Sie Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter in Ihrem Betrieb, welche Sie nicht wie gewohnt beschäftigen und bezahlen können, so können Sie einen Antrag bei der Bundesagentur für Arbeit stellen. Den Vordruck finden Sie unter  https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

Soforthilfe für freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler: Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler mit einer finanziellen Soforthilfe in Höhe von 2.000€. Diese finanzielle und nicht rückzahlbare Unterstützung soll bei Absagen von Engagements finanzielle Engpässe überbrücken. Den Antrag können Sie unter nachstehendem Link herunterladen. Bitte beachten Sie, Ihren Nachweis über die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse sowie einen Nachweis für Ihren Honorarausfall (z.B. Vertrag und Veranstaltungsabsage) Ihrem Antrag beizulegen. Weitere Informationen sowie den Antrag finden Sie unter  https://www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus.

Soloselbstständige und Kleinunternehmen: Das Soforthilfe-Programm für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe umfasst:

  • Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse)
    • Bis 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten
    • Bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten
    • Bis 25.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 50 Beschäftigten
  • Elektronisches Antragsverfahren wird am 27.03.2020 unter https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020  online gehen!